76.000 Euro für leidende Sportvereine

Corona-Hilfe: 20 Anträge bislang im Kreis bewilligt

Annaberg-Buchholz.

Einigen Vereinen, die wegen der Virus-Pandemie verschiedenen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen konnten, ist geholfen worden. Dies hat der amtierende Geschäftsleiter des Erzgebirgsportbundes, Jörg Hänsel (Foto), dem Vorstand zur Sitzung am Montagabend berichtet. "20 Vereine hatten Anträge gestellt, alle sind bewilligt und ausgezahlt worden", sagte Hänsel.

Seinen Worten zufolge sind dreimal 10.000, fünfmal 5000 sowie jeweils sechsmal 2500 und 1000 Euro ausgezahlt worden. "In Summe sind das 76.000 Euro", machte der 51-Jährige deutlich. Vor allem aber ergänzte er, dass damit der Topf nicht ausgeleert sei. "Sollten weitere unserer Sportvereine in eine coronabedingte Schieflage geraten, steht weiteres Geld als Soforthilfe zur Verfügung. Es muss aber beantragt werden", machte der kommissarische Geschäftsführer deutlich. Natürlich werde aber überprüft, ob die Hilfe zweckentsprechend beantragt und eingesetzt war. "Wenn nicht, könnte es ansonsten sein, dass der Tatbestand des Subventionsbetruges gegeben ist", erläuterte Hänsel.

In Bezug auf seine Person ist noch keine Entscheidung gefallen. Zwar befürwortet der Vorstand des Erzgebirgssportbundes - bestehend aus Landrat Frank Vogel, Dietmar Bastian, Heike Smolinski, Sven Röber, Diane Mechsner und dem jeweiligen Geschäftsstellenleiter - eine dauerhafte Anstellung von Jörg Hänsel als Geschäftsführer, doch dazu muss der Landessportbund Sachsen sein Okay geben. Das Problem besteht darin, dass Hänsel zwar die Trainer-B-Lizenz, aber keinen sportspezifischen Studienabschluss besitzt. Ob seine Qualifikationen, die im Steuer- und Finanzsektor liegen, für die Besetzung der Position akzeptiert werden, wird derzeit geprüft.

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