Abstiegskampf so heiß wie selten zuvor

Mehr als die Hälfte aller Teams muss sich in der Fußball-Kreisliga Ost nach dem 18. Spieltag Sorgen machen. An der Spitze bleibt es dagegen beim Duell zweier Favoriten.

Zöblitz.

Ein solches Ausmaß hat der Abstiegskampf in der Kreisliga selten zuvor geboten. Von 14 Fußball-Mannschaften müssen nach aktuellem Stand acht um den Klassenerhalt bangen. Erst recht, weil die Zahl der Teams, die aus den höheren Spielklassen nach unten zu rutschen drohen, hoch ist. Statt zwei kann es drei Absteiger geben.

Grober Sorgen hat sich der FSV Motor Marienberg II entledigt. "Die drei Punkte waren ganz wichtig für uns, schweben wir doch im Moment im Niemandsland der Tabelle herum", sagte Trainer Ralf Pönig nach dem 3:2-Sieg gegen Amtsberg. Als Sechster scheint die Motor-Reserve mit 28 Punkten nun auf der sicheren Seite. Ernst wird es dagegen für die Amtsberger, die trotz Aufholjagd nach dem 0:2 am Ende leer ausgingen und mit 15 Zählern auf den vorletzten Platz rutschten. "Irgendwie kommen wir nicht zu Potte", so FVA-Coach Dominik Heeger.

Die Amtsberger mussten den FV Krokusblüte Drebach/Falkenbach II vorbeiziehen lassen, der mit einem 1:0-Sieg gegen Neudorf (4.) seinen Aufwärtstrend in der Rückrunde fortsetzte. Als Tabellenzwölfter hat die FVK-Reserve nur noch sechs Punkte Rückstand auf Rang 7, mit dem die Gefahrenzone der Liga beginnt. Eingenommen wird dieser vom VfB Zöblitz, der beim 0:5 gegen Spitzenreiter Deutschneudorf ohne Chance war. "Die Gäste waren läuferisch, kämpferisch und spielerisch einfach um Klassen besser", räumte VfB-Trainer Tino Friedrich ein.

Hinter Zöblitz folgen zwei Gewinner des 18. Spieltags. So feierte die SG Wolkenstein einen erlösenden 4:1-Sieg gegen Mildenau (11.). "Nach zwei hohen Niederlagen war das ein wichtiges Comeback gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten", zeigte sich Betreuer Dustin Carlowitz sichtlich erleichtert. Der FSV Zschopau/Krumhermersdorf (9.) brachte derweil mit einem 2:1-Sieg gegen den SV Großrückerswalde II (10.) die Gäste mehr und mehr in Bedrängnis. "Wenn man erst in den letzten zehn Minuten aufdreht, ist das leider zu spät", ärgerte sich Großrückerswaldes Trainer Marcel Weiß.

Abgeschlagen am Tabellenende rangiert mit nur acht Punkten die SG Rotation Borstendorf, die aber beim BSV Eintracht Zschopautal einer Überraschung nahe war. Trotz Führung unterlag das Schlusslicht dem Tabellenzweiten aber letztlich 1:2, sodass Zschopautal punktgleich mit Deutschneudorf bleibt. Der Spitzenreiter präsentierte sich beim Sieg in Zöblitz in starker Form. Trainer Olaf Mehnert war nur deshalb ein wenig "unzufrieden, weil ich gar nichts zu beanstanden habe". Sein Ex-Verein Motor Zschopau festigte mit dem torreichsten Spiel der Runde (6:3 gegen Geyer) Rang 3. (urba/anr)

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