Abstiegskampf wird auch neue Saison prägen

Nachdem Marienbergs Badmintonspieler im Vorjahr nicht aus dem Tabellenkeller der Sachsenliga herauskamen, kann das Ziel auch diesmal nur Klassenerhalt lauten. Ein Abgang macht die Aufgabe noch schwieriger.

Marienberg.

Was Roy Rötzer sagt, klingt viel versprechend, wäre da nicht dieses kleine Wörtchen am Satzbeginn. "Eigentlich haben wir uns für den Start viel vorgenommen", blickt der Trainer des Badminton-Vereins Marienberg auf die beiden Partien voraus, mit denen sein Team am Sonntag die neue Sachsenliga-Saison eröffnet. Mit dem BCStollberg/Niederdorf (10 Uhr) und dem Aufsteiger TSV Blau-Weiß Röhrsdorf (15 Uhr) warten auswärts zwei Gegner, die wie Marienberg im unteren Bereich der Tabelle anzusiedeln sind. Punkte wären da wichtig, doch der Ausfall der Nummer 1 bereitet Rötzer große Sorgen.

"Ohne Tim Kuchinke sinken unsere Chancen deutlich", gesteht der BVM-Coach angesichts mangelnder Alternativen. Mit Rasmus Lenz steht als Nachrücker zwar ein Eigengewächs bereit, das in der Sachsenliga schon ordentlich mithalten konnte. Ausfälle von Stammkräften sind für Marienberg aber immer schwerer zu kompensieren, da sich die Personallage gegenüber dem Vorjahr verschlechtert hat. Der Schleswig-Holsteiner Julius Gerdes, der sein Studium in Chemnitz beendet hat, gehört nicht mehr zum Kader. Noch schwerer wiegt jedoch der Abgang von Judith Räder, die zu ihrem Heimatverein nach Niederwürschnitz zurückgekehrt ist. Nach Caroline Koinzer verliert der BVM damit das zweite Jahr in Folge eine Stammkraft im Damenbereich.

Konnte sich die Mannschaft in der Vergangenheit regelmäßig auf Punkte in der weiblichen Konkurrenz verlassen, so ruht die Last dort nun fast allein auf den Schultern von Nathalie Seidel. "Neuzugänge waren für uns nicht machbar", sagt Rötzer, der aufgrund des Potenzials von Nathalie Seidel aber weiterhin optimistisch bleibt: "Neben ihrem Einzel gilt unser Fokus nun verstärkt dem Mix-Duell." Im Damen-Doppel werden voraussichtlich jüngere Spielerinnen aus der zweiten Reihe ihr Glück versuchen und Spielpraxis sammeln.

Ziel der Marienberger ist, in der von acht auf zehn Teams aufgestockten Staffel mindestens Rang 8 zu belegen. "Das sollte zum Klassenerhalt reichen", sagt Rötzer, der die Männer im Kader mehr in die Pflicht nimmt: "Da haben wir noch Luft nach oben." Neben Tim Kuchinke sollen Tom Dietel, Chris Wenzel und Trainer-Sohn Georg Rötzer fleißig Punkte sammeln - am besten schon diesen Sonntag.

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