Abwehr sichert lang ersehnten Erfolg

Lange haben die Fans der Marienberger Oberliga-Handballerinnen auf einen Heimsieg warten müssen. In einem Sachsen-Derby war es nun soweit.

Marienberg.

Nach vier Heimniederlagen in Folge haben die Handballerinnen des HSV 1956 Marienberg den Bann wieder gebrochen. In der Mitteldeutschen Oberliga gewannen sie die hart umkämpfte und spannende Partie gegen den SV Koweg Görlitz mit 24:20. Damit revanchierten sie sich zugleich für die 16:22-Hinspielniederlage. Mit nunmehr 16:18 Punkten haben die Erzgebirgerinnen den Anschluss zum Tabellenmittelfeld gewahrt.

Bevor HSV-Trommler Frank Reimann erstmals seit dem 5. November nach Spielschluss wieder seine inszenierte Dankes-Zeremonie mit den 200 Fans und dem HSV-Team anstimmen konnte, mussten sich die Bergstädterinnen enorm ins Zeug legen. Doch die Kraft war da, denn elf Spielerinnen gehörten zum Kader. Teamleiterin Denise Reichel und der Coach der zweiten Mannschaft, Stefan Süßmilch, die diesmal die verreiste Trainerin Daniela Filip vertraten, hatten erstmals Anne-Katrin Weingardt und Torhüterin Laura Monse aus der Verbandsliga-Vertretung ins Team berufen.

Die ersten drei Treffer des HSV erzielte die wieder stark auftrumpfende Marcela Splechtova, die mit Egle Alesiunaite klug Regie führte. Die Gäste aus Görlitz glichen aber stets aus und lagen bis kurz vor der Pause sogar in Führung. Dank eines Schlussspurts, gekrönt durch Tore von Stephanie Gaitzsch und Katalin Szita, gingen die Marienbergerinnen dann aber doch mit einer 14:12-Führung in die Kabine.

Nach der Pause stand das Spiel mehrmals auf der Kippe, doch Torhüterin Jessica Flemming zeigte in den wichtigen Phasen tolle Paraden. Die in der Abwehr leidenschaftlich kämpfenden HSV-Damen blieben bis zum 19:16 (42.) immer knapp vorn. Als es fünf Minuten später 22:17 stand, sah es nach dem lang ersehnten Sieg aus, aber die Partie blieb spannend. Erst als Klara Klegrova sowie Iona-Ana-Maria Pocris in artistischer Manier auf 24:19 erhöhten und Jessica Flemming ihren zweiten Strafwurf parierte, war das Spiel endgültig entschieden.

"In der ersten Hälfte war es ein offener Schlagabtausch, weil es Nachlässigkeiten in unserer Abwehr gab", bilanziert Denise Reichel, die mit der Offensive allerdings zufrieden war: "Im Angriff haben wir uns mit viel Tempo, hoher Laufbereitschaft und Dynamik viele gute Abschlussmöglichkeiten herausgespielt." Ein Knackpunkt war für sie die Einwechslung von Anne-Katrin, die "die nötige Stabilität und Sicherheit in die Abwehr brachte". Lediglich Zeitstrafen und Wurfpech hätten verhindert, dass sich die Gastgeberinnen im zweiten Abschnitt noch früher entscheidend absetzten.

Selbst in den Unterzahlsituationen hielt die Marienberger Abwehr zumeist dem Druck stand, wobei sich Jessica Flemming ein Sonderlob von den Verantwortlichen verdiente. "Aber generell haben alle Mädels heute über 60 Minuten gezeigt, dass sie diesen Sieg unbedingt wollten. All unsere Vorgaben wurden über weite Strecken sehr gut umgesetzt", freute sich Denise Reichel über eine geschlossene Mannschaftsleistung.

Marienberg: Flemming/Monse; Szita (2), Parthova, Alesiunaite (2), Dresel (1), Weingardt (1), Pocris (4), Splechtova (10/6), Klegrova (2), Szabo, Gaitzsch (2) Kodajova.

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