Ärger über fehlende Linie

Annabergs Handballer haben gegen den Spitzenreiter erwartungsgemäß verloren. Frustriert waren sie allerdings trotzdem.

Annaberg-Buchholz.

Rotation Weißenborn war ein schwerer Brocken, nicht umsonst führt er nach 15 Spieltagen mit Aue/Schneeberg die Bezirksligatabelle der Handballer an. Allerdings fühlte sich der HC Annaberg-Buchholz beim 18:28 unter Wert geschlagen. Grund: "Schiedsrichterentscheidungen. Die Fouls beider Seiten wurden differenziert bewertet, was sich auf unsere Moral negativ auswirkte", so Benjamin Hartig.

Der HCAB hatte als Neunter ohnehin nicht die Favoritenrolle, war aber zudem geschwächt. Coach Uwe Eger standen nur sechs gesunde Feldspieler zur Verfügung, die sich jedoch anfangs nicht beeindrucken ließen. So legte der HCAB mit einem ordentlichen Tempo vor, führte 3:0 und nach einer Viertelstunde 7:3. "Deshalb reagierte Weißenborns Trainer, nahm eine Auszeit und schwor seine Sieben neu ein." Erfolgreich, denn fortan drehte der Spitzenreiter auf und erzielte bis zur Pause einen 13:11-Vorsprung.

Nach Wiederanpfiff versuchte der HCAB, den Rückstand aufzuholen. Doch das Team empfand die fehlende Linie, die die Unparteiischen an den Tag legten, als ungerecht. Aber den Kampf gaben die Männer deshalb nicht auf. Immer wieder gelang es Kreisläufer Marcus Schierig, Tore zu erzielen. Mit neun Treffern war er der torgefährlichste Annaberger. Dennoch gewannen die Gäste die Oberhand, viele Zeitstrafen gegen den HCAB nutzten die Weißenborner, um ihr Polster stetig zu vergrößern. Letztlich hatten sie zehn Tore mehr auf dem Konto.

"Es macht aber auch keinen Spaß, wenn wir für alle Aktionen Strafen bekommen, die Gegner jedoch nicht", machte Schierig seinem Ärger Luft. Trainer Eger schloss sich ihm an: "Wir haben siebenmal zwei Minuten bekommen, der Gegner nur zweimal, obwohl es auf beiden Seiten gleich hart zuging." (mit ben)

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