Aktive Auer Abwehr soll Hagens Angreifer zu Fehlern zwingen

Die Zweitliga-Handballer des EHV spielen heute Abend beim VfL Eintracht. Gewinnt das Swat-Team, zieht es an den Westdeutschen vorbei.

Hagen.

Ließen sich Begeisterung, Schwung und Spielwitz einfach von einer Partie in die nächste mitnehmen, wären die Zweitliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen heute Abend trotz des Heimvorteils nicht zu beneiden. Schließlich bekommen sie es ab 20 Uhr in der Krollmann-Arena mit dem EHV Aue zu tun. Und der zeigte zuletzt beim 35:26-Erfolg über den HSV Hamburg in der zweiten Hälfte eine fast schon beängstigend starke Leistung.

"Es wäre natürlich super, wenn das jetzt unser Maßstab ist. Aber so eine Leistung erneut abzurufen, das ist die Schwierigkeit. Wir wissen den Sieg über den HSV schon einzuordnen", sagt EHV-Trainer Stephan Swat. Die Marschrichtung für das Duell mit Hagen ist dennoch klar: "Wir wollen wieder hohes Tempo gehen und uns vor allem in der Abwehr weiter stabilisieren." Stabilisieren heißt allerdings nicht, hinten drinstehen und abwarten, sondern den Gegner die ganze Zeit aktiv be-arbeiten, ihn so zu Fehlern zwingen. "Damit wir auch diesmal zu leichten Toren kommen." Die Partie beim Tabellenzehnten ist für den 15. verdammt wichtig, sagt der Coach. Beide Teams trennt nur ein Punkt. "Wir können also vorbeiziehen - so einfach und gleichzeitig so schwierig ist das."

Drei Siege hat der VfL in dieser Saison bisher erreicht, allesamt in eigener Halle: 25:21 gegen den Dessau-Roßlauer HV sowie hauchdünn mit 27:26 und mit 29:28 gegen die Erstliga-Absteiger TuS N-Lübbecke und TV Hüttenberg. Die Nordrhein-Westfalen scheinen also auch gute Nerven zu haben. Zudem warnt Stephan Swat vor der Kampfkraft der Eintracht. "Die Hagener geben nie auf, da müssen wir bis zum Schluss hellwach bleiben." Wie aggressiv der VfL zu Werke geht, hat zuletzt Spitzenreiter Coburg zu spüren bekommen. Der musste zu Hause alles geben, um sich 29:24 durchzusetzen. "Und in Dresden lag Hagen kurz vor Schluss mit drei Toren zurück, glich aber noch zum 26:26 aus", sagt der Auer Trainer, dem heute Abend neben den drei Langzeitverletzten erneut wohl auch Austris Tuminskis fehlen wird. Den Letten plagen weiterhin Rückenprobleme.

Für zusätzliche Motivation beim VfL Eintracht dürfte die Erinnerung an die vergangene Saison sorgen. Da verloren die Westdeutschen gegen den EHV Aue nicht nur das Rückspiel im Juni in Lößnitz mit 25:29, sondern sie zogen in der Hinrun- de kurz vor Weihnachten auch in Hagen den Kürzeren. Es war eine ziemlich verrückte Partie mit einem dramatischen Finale. Gregor Remke war wenige Sekunden vor dem Ende das Tor zum 35:34 für die Erzgebirger gelungen. Philip Jungemann stoppte mit einem Foul den Gegenzug des VfL und sah dafür die rote Karte. Außerdem erhielt Eintracht einen Strafwurf. Der Schütze scheiterte allerdings an der Latte, obwohl Robert Wetzel im Kasten der Gäste schon auf dem Hosenboden saß. Der Rest war Auer Jubel.

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