Albernauer laufen allen davon

Der Filzteichlauf hat am Sonnabend nach längerer Pause eine weitere Auflage erlebt. Einiges war neu - und der Organisator durchaus zufrieden.

Neustädtel.

Der Filzteichlauf an der gleichnamigen und zugleich ältesten Talsperre Sachsens ist im Wettkampfkalender zurück. Und soll zur festen Größe werden. "Wir haben das neue Konzept getestet und versuchen nun, das Rennen für die Wertung verschiedener Serien anzumelden", sagt Organisator Carsten Schmidt, der am Sonnabend im Schneeberger Ortsteil Neustädtel 521 Teilnehmer zählte. Davon traten 60 beim Filzteichlauf an. Alle anderen gehörten zum jungen Starterfeld der Erzgebirgischen Schulmeisterschaft im Ausdauersport.

Letzteren Wettstreit hat Schmidt unter anderem aus Platzgründen vom Kurparklauf in Bad Schlema mit ins Strandbad verlegt. Ein sinnvoller Schritt. "Für die Premiere in dieser Konstellation hat alles sensationell gut geklappt. Was mich freut: dass die Schulklassen auch von weiter her anreisen, um bei der Meisterschaft dabei zu sein. Diesmal hatten wir sogar Starter aus Rodewisch dabei", so Schmidt. Gelinge es, den Filzteichlauf in einigen Cup-Serien unterzubringen, verspricht er sich auch bei diesem Lauf - zur Wahl standen fünf und zehn Kilometer - ein noch größeres Starterfeld.

Dabei hatten diesmal gleich mehrere Albernauer die Nase vorn. Karsten Schmidt aus dem Zschorlauer Ortsteil zum Beispiel lief über die zehn Kilometer am schnellsten. "Die Konkurrenz war nicht so groß. Und die Strecke ist vom Profil her relativ einfach, da keine wirklichen Berge im Spiel sind. Trotzdem strengt es enorm an", so der 38-Jährige. Bei den Frauen siegte Sylvia Fritzsche über die Zehn-Kilometer-Distanz. Dennoch haderte die Läuferin von der Diakonie Erzgebirge ein wenig mit Bedingungen und Strecke. "Es ist unangenehmer als beim Kurparklauf in Bad Schlema, denn gleich zu Beginn geht es bergauf." Auch Sonne und Gegenwind hätten ihr zu schaffen gemacht.

Mit dem Wetterumschwung von recht kühlen Temperaturen auf teils mehr als 20 Grad Celsius hatten viele Läufer zu kämpfen. "Es war zwar ziemlich warm, aber es ging ganz gut", so Gabi Fiebig vom Vital/SV Burkhardtsgrün. Die Strecke kenne sie sehr gut. "Daher weiß ich, wie ich meine Kräfte einteilen muss", so die 54-jährige Albernauerin, die das Ziel als schnellste Frau über fünf Kilometer erreichte. Ihr Mann Olaf Fiebig, der fürs gleiche Team startet, machte den Doppelsieg perfekt. Denn er gewann bei den Männern über die fünf Kilometer. "Was mich etwas gestört hat, war das Rapsfeld an der Strecke. Ansonsten ist sie schön, besser als die im Kurpark", sagte er. Wobei beide das noch recht überschaubare Starterfeld bei den Erwachsenen bedauerten.

Alle Ergebnisse von Filzteichlauf und Erzgebirgischer Schulmeisterschaft gibt es im Internet. www.filzteichlauf.de

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