Alle tummeln sich im Mittelfeld

Nur zwei Siege hat es für die Kreisliga-Fußballer des Altkreises Annaberg am 9.Spieltag gegeben. Die hatten es aber in sich.

Königswalde.

Bislang sind in dieser Saison die positiven Schlagzeilen meist von Mildenauer Seite gekommen, am Sonntag haben andere Mannschaften in den Fußball-Kreisligen aufgetrumpft: Der BSV Zschopautal und der FV Königswalde schafften jeweils hohe Zu-Null-Auswärtssiege. Da andererseits die SpVgg Neundorf/Wiesenbad bei Spitzenreiter BSG Zschopau knapp verlor, schiebt sich das Quartett aus dem Altkreis in der Oststaffel zusammen, liegt jetzt auf den Rängen 7, 9, 10 und 11. In der Weststaffel fand das Derby zwischen dem TSV Geyer und dem SV Neudorf keinen Sieger, Annabergs VfB-Reserve ging beim FC Lößnitz II unter. Mit den Plätzen 5, 9 und 12 sind aber auch dort die Mannschaften des Altkreises allenfalls Mittelmaß.

Staffel Ost

"Jetzt kehrt das Selbstvertrauen zurück - und sofort ist dies an den Ergebnissen zu erkennen", sagte Königswaldes Trainer Nico Barthold nach dem 5:0 in Zöblitz. Seine lange Zeit ganz hinten platzierten Pöhlataler (11. Platz/8 Punkte) haben mit diesem Erfolg die Abstiegsränge verlassen und können sich wieder auf die beiden Torjäger verlassen. "Johannes Rockstroh hat zweimal und Kevin Bräuer sogar dreimal getroffen", betonte Barthold erfreut. Er hatte angekündigt, dass jetzt die Zeit kommen würde, in der seine Elf erfolgreicher auftreten wird. "Eine souveräne Leistung während des gesamten Spiels", so Barthold, dessen Umstellungen auch anderweitig fruchteten. "Es klappt wieder - und wir haben endlich mal unser Tor sauber gehalten."

In diese Kerbe konnte auch Patrick Salzer schlagen, dessen Zschopautaler (9./12) mit einem 4:0 aus Satzung zurückkehrten. Ali Genbig hatte die Gäste in Führung gebracht, nach der Pause tat sich dann Thomas Rösch mit einem Hattrick hervor. "Er wird immer fitter", so Salzer über seinen 34 Jahre alten Polizisten, mit dem er derzeit gemeinsam eine Ausbildung absolviert. "Da ist viel Dienstsport dabei", fügte er schmunzelnd an. "Anfangs konnten wir uns zweimal bei Torwart Plochy bedanken, dass es beim 0:0 blieb, doch ab der Führung hatten wir dann weitgehend alles im Griff", so der Trainer der Zschopautaler, die nun durch die bessere Tordifferenz am punktgleichen Ortsrivalen, der SpVgg Neundorf/Wiesenbad (10./12), vorbeigezogen sind. Dessen Trainer Mirko Schneider war trotz des knappen 1:2 in Zschopau zufrieden: "Wir haben uns gegenüber der Vorwoche ganz anders präsentiert und wenig zugelassen. Wir hatten sogar zwei Großchancen, die leider am Gebälk endeten, einmal am Pfosten, das andere Mal an der Latte. Sonst hätten wir dem Spitzenreiter vielleicht einen Punkt streitig machen können." Am Ende fehlte dem Außenseiter das Quäntchen Glück, drei Minuten vor Ultimo bescherte Mortensen den Gastgebern den Sieg.

Als "saft- und kraftlos" bezeichnete Mannschaftsleiter Martin Hunger den Auftritt seines TSV Mildenau (7./14) nach dem 1:4 bei Drebach II. "Wir sind zwar in der 13. Minute durch einen Foulelfmeter in Führung gegangen, aber ab da war nichts mehr los. Drebach hat seine Chancen verdient zum 4:1 ausgebaut", lautete kurz und bündig die Einschätzung der Leistung.

Staffel West

Durch Tore von Neubert (64.) und Huß (75.) gab es ein Unentschieden zwischen Geyer (12./9 Punkte) und den Neudorfern (9./10). Beide kommen dadurch nicht richtig vom Fleck. Trainer Christian Steingräber von den Gästen sagte deshalb auch: "Wir müssen uns aus dem Sumpf rausziehen, in den wir uns selbst reingebracht haben. Es war schwer heute - ein faires, aber kein schönes Spiel. Geyer war drückender, wir hatten mehr Ballbesitz. Alles in allem sind wir froh, einen Punkt mit nach Hause nehmen zu können." Eine schmerzliche Havarie gab's auch noch, als sich Neudorfs Kapitän Ronny Schmiedel ein paar Minuten vor Schluss ohne Fremdeinwirkung verletzt hat. "Er hat einen großen Schritt gemacht, es hat geknackt. Wir hoffen, es ist nichts gerissen. Aber vier bis sechs Wochen wird Ronny nicht dabei sein können. Er fehlt uns natürlich sehr", so Steingräber. Nicht zufrieden waren die Gastgeber. Laut Mannschaftsleiter Stanley Porges wurde seiner Elf in der 70. Minute der Vorteil weggepfiffen, als Unglaube allein vor dem Tor stand. "Gewertet wurde diese Aktion als Foulspiel. Das sorgte verständlicherweise für Unmut, unser Schlussmann sah dafür Gelb wegen Meckerns im 16er. Den folgenden indirekten Freistoß konnten wir noch abwehren, aber nach einer Ecke fiel der Ausgleich. Trotzdem hatten wir noch zwei Großchancen, kriegen sie aber nicht im Tor unter", fügte Porges an.

Schnell erzählt ist die Geschichte vom VfB Annaberg II (5./13), der beim FC Lößnitz II mit 1:6 unter die Räder kam. Der Tabellenzweite ließ keine Zweifel aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen würde. Mit dem 1:5 durch Sven Schreiter (71.) gelang dem VfB wenigstens der Ehrentreffer.

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