Am Ende nichts mehr zuzusetzen

Ringen, Regionalliga: Lugau verliert in Potsdam

Lugau.

Dieses Szenario hatten die Regionalliga-Ringer des RV Eichenkranz Lugau eigentlich vermeiden wollen. Mit der 16:23-Niederlage beim RC Germania Potsdam haben die Erzgebirger die Meisterschaftshinrunde mit null Punkten abgeschlossen. Den letzten Tabellenplatz in der Rückrunde noch zu verlassen, dürfte angesichts des Rückstandes von vier Zählern auf den Vorletzten Berlin zu einer Mammutaufgabe werden.

Dabei verlief das Duell in der Landeshauptstadt Brandenburgs gewissermaßen antizyklisch. Kamen die Gäste in dieser Saison bislang stets schlecht aus den Startlöchern und betrieben zum Ende hin Schadensbegrenzung, so legten sie diesmal los wie die Feuerwehr. Robert Dobrodziej, in den vergangenen Wochen oft gescholten, ging im niedrigsten Limit nach zwei Minuten mit Technischer Überlegenheit von der Matte. Ähnlich stark präsentierte sich Tim Hamann, auch wenn dieser doppelt so lange für seinen vorzeitigen Sieg benötigte. Am meisten freute sich RVE-Trainer Jan Peprny aber über Moritz Frey im 61-Kilo-Limit. Er hat gerollt und geworfen, dass es eine Freude ist", so der Coach. Mit einer 12:6-Führung ging es in die Pause.

Als danach Anton Vieweg mit dem vierten Lugauer TÜ-Erfolg sogar für das 16:8 sorgte, schienen die Erzgebirger erstmals in dieser Saison punkten zu können. Doch plötzlich lief gar nichts mehr zusammen. Toni Peprny hielt seine klare Niederlage im ungeliebten Freistil mit 0:3 noch in Grenzen, doch die übrigen Lugauer verloren sang- und klanglos. Marco Scherf lag nach 43 Sekunden schon 0:15 hinten und wurde anschließend disqualifiziert - weil er in Bodenlage mehrfach die Beine unerlaubt eingesetzt haben soll. Tim Walther ließ sich vom Potsdamer Leo Guthke auf die Schultern legen. "Dabei ist der Potsdamer auf jeden Fall Tims Kragenweite. Aber er hat einfach schlecht gerungen."

Peprny hofft nun auf den Stilartenwechsel in der Rückrunde, die für Lugau nächste Woche in Pausa startet. "Die kommt uns entgegen und wird sicherlich besser laufen", so der Coach." (jüw)

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