Artistisch über Stock und Stein

Beim zweiten Lauf zur Ostdeutschen Meisterschaft im Motorradtrial haben die Erzgebirger erneut hervorragend abgeschnitten. Einer fuhr sogar mit Handicap aufs Podest.

Thalheim.

Beim zweiten Lauf zur Ostdeutschen Meisterschaft (ODM) der Motorradtrialer hat die Thalheimer Zunft erneut sehr gute Resultate erzielt. In Potsdam gelang den Erzgebirgern das Kunststück, in sieben der neun zur Meisterschaft gehörenden Klassen mindestens einen Fahrer auf dem Podest zu platzieren, in zwei Limits sogar deren zwei.

"Wir haben als Verein eine sehr gute Bilanz aufzuweisen. Es zeigt, das wir in der Ostdeutschen Meisterschaft eine sehr gute Rolle spielen", freute sich Thomas Bergner, Fahrer und "Klassentrainer" in einer Person.

In der qualitativ höchsten Senioren-Klasse ging er auf sportlicher Seite selbst mit gutem Beispiel voran. Der 48-jährige Ur-Thalheimer, der vor 36 Jahren mit diesem Sport begann, aber zwischendurch eine längere Pause einlegte, gewann in seiner Klasse souverän mit 16 Strafpunkten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. Zu seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Coach sagte der Berufskraftfahrer: "Eigentlich haben wir Motorradtrialer gar keine richtigen Trainer. Wir helfen uns in den Klassen selbst, wobei häufig die Besten die Richtung vor- und Hinweise geben." Doch wenn ihn bei den Oldies ein Thalheimer bezwinge, "dann gebe ich den Staffelstab weiter", fügt Bergner schmunzelnd an.

Aus den vielen Thalheimer Spitzenfahrern hob er diesmal drei noch gesondert heraus. Fabian Schneider in der Leistungsklasse 4 etwa. Der absolviert sein erstes Jahr und gewann trotzdem. "Als Debütant ist das eine reife Leistung", wertete Bergner. Zweiter im Bunde ist Martin Herrling in der Klasse 5, der Dritter wurde. "Allerhöchsten Respekt, was er trotz seines Handicaps gezeigt hat", so Bergner. Denn seit seinem Arbeitsunfall muss Martin Herrlein einseitig mit einer Prothese bei Wettkämpfen antreten. Und schließlich Youngster Max Günther, der in der Kinderklasse mit einer Automatikmaschine gewann. "Max ist ein noch sehr junger Fahrer. Aber auch er hat uns alle mit seiner Fahrweise vollauf überzeugen können", freute sich der Routinier über den Nachwuchssportler.

Für die größte Spannung sorgte ein Thalheimer Duo in der Klasse 2. Ingo Breitfeld und Lars Böttcher hatten am Ende beide 34 Strafpunkte auf dem Konto. Doch weil Breitfeld mehr Runden mit weniger Fehlern beendete, verwies er seinen Teamkollegen auf Platz 2. Der nächste ODM-Lauf wird am 29. Juni am Leipziger Cottaweg neben dem Trainingsgelände von Fußball-Bundesligist RB Leipzig ausgetragen.

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