Auch im Kellerduell chancenlos

Die Gelenauer Ringer müssen in der 2. Bundes-liga Nord weiter auf ihren ersten Saisonsieg warten. Auf seine Idealformation hofft der Trainer des RSK bislang vergeblich.

Artern/Gelenau.

Für den RSK "Jugendkraft 1898" Gelenau bleibt die Saison in der 2. Bundesliga Nord ein Lehrjahr. Weil bislang immer wichtige Leistungsträger fehlten, müssen jüngere Ringer aus dem eigenen Nachwuchs aushelfen. Statt Punkten werden Erfahrungen gesammelt. Daran hat sich auch am Wochenende nichts geändert, obwohl die Erzgebirger an diesem Doppel-Kampftag eigentlich auf zwei vermeintlich schlagbare Kontrahenten trafen. So ging das Kellerduell beim zuvor ebenfalls punktlosen AC Germania Artern sogar mit 0:40 in die Wertung, weil in zwei Limits Athleten mit Übergewicht auf die Waage gingen. Auch beim 10:24 in eigener Halle gegen den KFC Leipzig war für den Tabellenletzten nichts zu holen.

Die Niederlage in Artern hakte RSK-Trainer Björn Lehnert schnell ab, weil er dort nur eine Notbesetzung auf die Matte schicken konnte. Über den Kampf gegen die Messestädter, die auf dem drittletzten Tabellenplatz liegen, machte er sich dagegen schon seine Gedanken. "In Bestbesetzung hätten wir fünf der zehn Duelle gewinnen können", meinte der Coach: "Trotzdem wäre es schwer geworden." Auch mit Andrzej Sokalski, der in einem Trainingslager in Russland weilte, und Johann Steinforth (Bundeswehr-Lehrgang) wäre der KFC kaum nach Punkten zu übertreffen gewesen.

Immerhin wurde das Aufgebot am Sonntag gegenüber dem Vorabend durch Tomas Sobecky (75 kg) und David Vala (120 kg) erweitert. Die beiden Klassik-Experten sorgten dann auch für zwei der drei Gelenauer Siege. Dabei bescherte Sobecky den RSK-Fans einen dieser seltenen Momente, die sie wirklich genießen können. Dank seiner Ausheber bezwang er Arne Brömme in nicht einmal zwei Minuten durch Technische Überlegenheit. Ähnlich laut war der Jubel, als Kamil Wojciechowski gegen Jan Richtsteig in buchstäblich letzter Sekunde den entscheidenden Punkt zum vorzeitigen Vierer erkämpfte.

Ansonsten war es in der Gelenauer Halle gegen den KFC Leipzig eher ruhig, denn in fast allen anderen Vergleichen gingen die Gäste noch vor Ablauf der sechs Minuten als Sieger von der Matte. Unter anderem auch Florian Rau, der früher das RSK-Trikot getragen hatte. Bereits in Artern war das Team mit Matous Morbitzer und Jan Zizka auf zwei Ex-Gelenauer getroffen, die die Fans an glorreiche Zeiten erinnerten. "Aber nach aktuellem Stand sieht es so aus, als sind im nächsten Heimkampf endlich mal alle Athleten dabei", blickt Björn Lehnert optimistisch voraus aufs Derby gegen Thalheim am 15. Oktober.

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