Auch Teil 2 des Doppelspieltags bringt dem EHV eine Niederlage

Handball-Zweitligist Aue hat nach der Partie am Freitag in Leutershausen auch am Sonntag daheim gegen Aufsteiger Rimpar verloren. Die kämpferische Leistung reichte nicht, um das 19:20 zu verhindern.

Lößnitz.

Das sportliche Ziel für Handball-Zweitligist EHV Aue ist am Sonntagabend klar abgesteckt gewesen. Nach der Niederlage zwei Tage zuvor bei der SG Leutershausen sollte gegen den DJK Rimpar Wölfe in der Erzgebirgshalle Lößnitz sofort Wiedergutmachung betrieben werden. Es kam anders. Die Gastgeber verloren 19:20 (9:12) - auch weil zwei Ausgleichsversuche in der letzten Minute scheiterten.

Die Auer fanden nur schwer ins Spiel. "Im Angriff auf jeden Fall. Wir hatten zwar unseren Plan, im Abschluss hat es aber nicht gereicht", sagte Torwart Erik Töpfer. Dass es im Abschluss für sein Team so schwer war, lag vor allem am Keeper der Gäste. "Max Brustmann ist einer der besten Torhüter überhaupt. Es ist sehr schwer, ihn zu überwinden", lobte Töpfer seinen Amtskollegen.

In der ersten Halbzeit sah es deshalb phasenweise so aus, als ob die Wölfe die Gastgeber sprichwörtlich zerfleischen. Die ersten 30 Minuten ließen die 950 Zuschauer fast verzweifeln. Manch einer vermutete noch Nachwirkungen aus dem Freitagsspiel. Trainer Maik Handschke gab solchen Vermutungen in einer kritischen Analyse ein bisschen recht: "Das ist auch der Tatsache geschuldet, dass derzeit alles gegen uns läuft. Janar Mägi ist verletzt, er konnte uns an diesem Doppelspieltag nicht helfen. Wir hatten ja nur einen Tag Pause, und dann kommt ein Gegner, der anderthalb Wochen frei hatte und sich in der Zeit auf uns vorbereiten konnte." Ein Fragezeichen stand auch hinter dem Einsatz von Kapitän Eric Meinhardt. Er hatte im Spiel in Leutershausen einen Schlag auf den Unterkiefer bekommen und konnte deshalb am Freitag nicht weiterspielen. Trotz Schwindelanfällen kam Meinhardt aber am Sonntag zum Einsatz. "Man hat ihm schon angemerkt, dass er arg gehandicapt war", so Trainer Handschke.

Nichtsdestotrotz kam nach der Pause das große Aufbäumen des EHV Aue. Mehrfach zogen die Gastgeber bis auf ein Tor an Rimpar heran. Erstmals in der 38. Minute, in der es plötzlich 12:13 stand. Zehn Minuten später spielte DJK gar in Doppelunterzahl, doch dies konnte der EHV nicht ausreichend für sich nutzen und warf in dieser Phase nur ein Tor. Zweimal scheiterte Marc Pechstein zudem an Torwart Brustmann.

"Zum Schluss war es ein kämpferisches Spiel auf beiden Seiten, in dem jeder Fehler sofort bestraft wurde. Wir haben in der Schlussphase die Chancen, die sich uns boten, nicht so genutzt, wie es nötig gewesen wäre", ärgerte sich Torhüter Töpfer, den Trainer Handschke aber ausdrücklich für seine Leistung lobte. "Erik hat das sehr, sehr gut gemacht. Mit seinen Paraden hat er uns im Spiel gehalten", so der Coach, der aufgrund des Kampfgeists, den seine Mannschaft an den Tag legte, nicht enttäuscht war. "Sie hat diesmal bravourös gekämpft." Sein Team habe gegen Rimpar eine ganz andere Leistung als in Leutershausen gezeigt.

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