Aue "angelt" Arzgebirgsmannl

Nach 203 Kämpfen hat es zum 6. Erzgebirgscup im Ringen einen neuen Gewinner gegeben. Der Pokal steht aber woanders.

Gelenau.

Drei Klassensiege haben für den RSK Gelenau nicht gereicht, um das Arzgebirgsmannl zu erhalten. Auf den Gewinn dieses Cups, der zum sechsten Mal ausgekämpft wurde, müssen die Gastgeber weiter hoffen. Erhalten hätten sie ihn aber ohnehin nicht, denn Titelverteidiger Pausa hatte die Wandertrophäe vergessen. Deshalb musste auch Vereinssieger Aue ohne Pott aus dem Gelenauer Sportareal abreisen.

Aus Sicht der Gastgeber war das Turnier auch ohne Pokalgewinn ein Erfolg. Allein die 140 Teilnehmer aus 20 Vereinen konnten sich sehen lassen, die Organisation lief trotz drückender Schwüle problemlos, nur der Urkundendrucker kreischte zwischenzeitlich nach "hitzefrei". "Ansonsten alles top, keinerlei Verletzungen und durch die starken Gäste aus Prag und Komotau ein noch höheres Niveau", so RSK-Trainer Daniel Franke. Er freute sich natürlich über die Erfolge seiner Schützlinge besonders. Allen voran Johnny Uhlig. Der 14-Jährige, der in Grießbach wohnt, besiegte seine drei Gegner jeweils vorzeitig. "Darunter den Plauener Ruslam Begiev, gegen den er bisher stets verloren hatte", lobte Franke. Zusätzlicher Lohn, auch für viele gelungene Techniken, war für Uhlig die Sonderehrung als bester Kämpfer seiner Altersklasse. Die beiden weiteren Titel für den RSK gewannen der deutsche Meister Eric Hofmann und der aus Gornau stammende Jannis Richter. "Hinzu kamen zwei silberne und zwei bronzene Medaillen für unseren Verein", sagte Franke zufrieden.

Dass die Jugendringer des FC Erzgebirge Aue erstmals die Vereinswertung dieses Turniers gewannen, war speziell ihrer Stärke in der oberen der vier Altersklassen zu verdanken. Vier ihrer sieben Erfolge erzielten sie in der A-Jugend, in der B-, C- und D-Jugend kam jeweils einmal Gold hinzu. "Mit 17 Athleten hatten sie aber auch das zahlenmäßig stärkste Aufgebot zum 6. Erzgebirgscup in Gelenau am Start. Daran lässt sich erkennen, dass sich der Einsatz eines hauptamtlichen Trainers auswirkt", so Franke.

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