Aue geht ohne Kapitän unter

Eine Niederlage haben die Handballer des EHV II in der mitteldeutschen Oberliga kassiert. In der Sachsenliga sah es für die Teams aus der Region nicht viel besser aus.

Aue/Schneeberg/Zwönitz.

Im Vogtland ist für die Oberliga-Handballer des EHV Aue II nichts zu holen gewesen. Ohne ihren für längere Zeit verletzten Kapitän Marcel Schäfer gingen die Erzgebirger beim HC Plauen mit 21:30 (10:15) unter.

So dauerte es allein bis zur 9. Minute, ehe die Gäste ihr erstes Tor erzielen konnten. Bis dahin hatten die Gastgeber schon sechsmal getroffen. Die Auer indes gingen fahrlässig mit ihren Chancen um und kamen erst danach besser ins Spiel. Sie verkürzten durch Dominic Schwenning bis auf 7:9, doch die neu formierte Abwehr wackelte. Der HC erhöhte weiter. In Hälfte zwei hielten die Gäste den Rückstand bis zum 14:19 im Rahmen, dann aber sahen sie kein Land mehr. Selbst mehrere Umstellungen in der Defensive konnten den Lauf der Spitzenstädter nicht stoppen. "Ein gebrauchter Tag. Nun gilt es, die Spielpause zu nutzen, um in den verbleibenden fünf Partien unseren aktuellen Tabellenplatz zu verteidigen", so Aues Trainer Michael Hilbig, dessen Team Rang 7 belegt.

Zwei mögliche und wichtige Punkte haben die Sachsenliga-Handballerinnen des SV Schneeberg beim Chemnitzer HV liegen lassen. Sie verloren 19:22 (11:11) und stecken weiter dick im Abstiegskampf. "Wir mit voller Bank, die Gastgeberinnen ersatzgeschwächt - nur auf dem Parkett sah es dann ganz anders aus", so SVS-Trainer Sascha Thieme merklich enttäuscht. Nach Startschwierigkeiten erkämpfte Schneebergs Defensive viele Bälle, die vorn aber nicht in Tore umgemünzt wurden. "Technische Fehler und unkonzentrierte Abschlüsse brachten uns in die Bredouille." Dennoch blieb es bis zur Pause ausgeglichen - 11:11.

Danach allerdings war weiterhin die Offensive das Sorgenkind in den Reihen der Gäste. "Es gelang nur sehr wenig", sagte Thieme, dessen Mannschaft der nötige Wille und Biss fehlten. "Das war der Knackpunkt", ist der Coach sicher, der die zwei Gesichter in Abwehr und Angriff nicht nachvollziehen kann. "Teils haben wir die Bälle hergeschenkt und keine Verantwortung übernommen." Die Fehler müssen flott abgestellt werden. So langsam wird es für Schneeberg brenzlig. "Die Lage ist sehr angespannt."

Teuer verkauft haben sich die Sachsenliga-Männer des Zwönitzer HSV beim Spitzenreiter, auch wenn sie dem HC Glauchau-Meerane mit 20:28 (10:20) unterlagen. "Es fehlten fünf Stammspieler. Dass wir den zweiten Durchgang gegen wechselfreudige Gastgeber trotzdem positiv gestalten, muss erst mal einer nachmachen", sagte Gäste-Trainer Frank Riedel, der trotz der Niederlage mit der Leistung seines Teams zufrieden war. Die ersten zehn Minuten verliefen ausgeglichen. Danach wuchs der Rückstand auch wegen mangelnder Chancenverwertung des HSV. In Hälfte zwei strafften sich die Zwönitzer und zwangen den Favoriten zu Fehlern. Hinzu kamen Paraden des Keepers. So gelangen dem HC weit weniger Tore als im ersten Durchgang und die Zwönitzer entschieden zumindest die zweite Hälfte mit 10:8 für sich. (kiw/bral)


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