Auer Auftritt enttäuscht den Trainer maßlos

Handball, 2. Bundesliga: EHV unterliegt 27:30 in Konstanz - Derby folgt

Aue/Konstanz.

Stinksauer ist gar kein Ausdruck. Maßlos enttäuscht zeigte sich Trainer Stephan Swat vom Auftritt der Zweitliga-Handballer des EHV Aue bei der HSG Konstanz. Gegen den Aufsteiger sahen die Erzgebirger beim 27:30 (11:16) alt aus. Zumal erst in den letzten zehn Minuten zumindest ein wenig Ergebniskosmetik gelang.

"In den Bereich eines Sieges kamen wir nicht mal im Ansatz und zu keiner Zeit", so Swat. Ihn ärgert, dass seine Spieler zu schnell die Köpfe senken, wenn es nicht optimal läuft. "Da sehe ich kein Aufbäumen oder dergleichen. Im Gegenteil: wir werden hektisch, agieren nachlässig und bauen damit den Gegner auf." So sei auch diese Niederlage selbst verschuldet. Dabei fehlte in Konstanz Torhüter Erik Töpfer krankheitsbedingt. Und die Leistung von Vasilius Rasimas überzeugte kaum. "Wenn du nur elf Bälle verteidigst und sechs Abpraller nicht zu fassen kriegst, geht nicht viel." Hinzu komme eine schwache Auer Wurfquote von nur 55 Prozent. "Da kannst du auch in Konstanz nichts reißen."

Zweimal nur lag der EHV in Führung - in der 1. und in der 3. Minute beim 1:0 und 2:1. Danach ging die Post ab. Die Gastgeber setzten sich vom 2:2 (4.) mit einem 3:0-Lauf bis auf 5:2 (9.) ab. Zwar gelang Sebastian Naumann (3:5/10.) und Gabriel de Santis (4:5/13.) der Anschluss, doch dann drehte erneut Konstanz auf und enteilte bis auf 16:11 zur Pause. Die Unterbrechung half den Gästen nicht in die Spur zurück. Vielmehr zog der Aufsteiger bis auf 19:12 (35.) und einen bitteren Neun-Tore-Vorsprung (27:18/47.) davon, ehe sich der EHV ein bisschen fing und per 6:0-Lauf ab der 54. Minute besagte Ergebniskosmetik betrieb.

Die Stimmung im Bus während der langen Rückfahrt nach der Partie sei entsprechend gedrückt gewesen. "Es saßen auch in Konstanz 15 Spieler auf der Bank, die alle zweite Liga spielen wollen. Das müssen sie endlich mal beweisen", so Swat. Am besten gleich diese Woche: Mit dem HC Elbflorenz wartet der nächste harte Brocken. Beim Sachsen-Derby am Sonnabend ab 17 Uhr in der Lößnitzer Erzgebirgshalle muss es laut Swat richtig krachen. "Da müssen wir uns den Frust von der Seele spielen. Sonst wird es richtig eng." Lichtblick: Ladislav Brykner war in Konstanz wieder dabei. "Er braucht aber noch ein bisschen Anlaufzeit."

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