Auer Bundesliga-Ringer starten gegen Greiz in die nächste Saison

Einen stabilen Platz im Tabellenmittelfeld geben die Verantwortlichen beim FCE als Zielstellung vor. Den zwei Abgängen stehen sechs Zugänge gegenüber.

Gabor Madarasi (links) und Krisztian Jäger gehören auch in der bevorstehenden Saison zum Kader der Bundesliga-Ringer des FCE Aue.
Björn Schöniger - Trainer der Bundesliga- Ringer des FCE Aue

Von Ralf Wendland

Für die Ringer des FC Erzgebirge Aue wird es wieder ernst. Die Saison in der 1. Bundesliga, Staffel Südost, ging schon am Wochenende los. Da der ASC Bindlach zurückzog und die Auer deshalb kampffrei hatten, greifen sie erst am Samstag ins Geschehen ein. Und da kommt es gleich zum Ost-Derby. Das Team von Trainer Björn Schöniger empfangen 19.30 Uhr in der Auer Neustadthalle die Ringer des RSV Rotation Greiz. Die Gäste, laut Schöniger mit zwölf neuen Leuten im Kader, sind stark gestartet - mit einem 27:2-Erfolg gegen den TSV Westendorf.

Zur Saison sagt der FCE-Coach: "Die Liga ist nicht nur eine Nummer größer geworden. Alle Mannschaften haben sich ordentlich verstärkt." Die Erwartungen haben die Auer nicht zu hoch angesetzt: Ein stabiler Mittelfeldplatz, Rang 4 oder 5, wäre gut. Zwei Abgänge hat der FCE zu verzeichnen. Emanuel Krause ging zum RV Lübtheen und Willi Wendel zum SV Luftfahrt Berlin. Andererseits gibt es sechs Neuzugänge. Das ist neben Pierre Vierling (57/61 kg/ Freistil und klassisch), der von der WKG Pausa/Plauen zurückkehrt, zum Beispiel der Ungar Mate Krasznai (66 kg/k), der auch vom Vogtland ins Erzgebirge wechselt. Von Germania Markneukirchen kommt Francis Weinhold (80/86 kg/k). "Er kann Kämpfe gegen gute Leute gewinnen oder zumindest knapp gestalten", weiß Schöniger. "Das ist ein junger deutscher Sportler, mit dem wir noch einige Jahre zusammenarbeiten können." Bisher für Wacker Burghausen auf der Matte, unterstützt der Pole Mariusz Los die Auer im Klassiker-Limit bis 57/61 kg. Weiterhin stößt Jacek Tomaszewski, bisher Mansfelder Land, zum Team. Dieser Pole kämpft bis 80/86 kg im klassischen Stil. "Er ist eine Variante, die wir einbauen können", erklärt Mannschaftsleiter Frank Witscher. Robin König von Germania Artern wird im Freistil-Limit bis 98 kg antreten. Ringerisch groß geworden ist der Dessauer an der Sportschule in Leipzig. Außerdem baut der FCE zwei Nachwuchsleute mit ein - den 17-jährigen Jakob Barth (71 kg/F) und den 16-jährigen Connor Sammet (86 kg/k). Laut Witscher sollen beide Bundesligaluft schnuppern.

Neu ist das Punktesystem in der DRB-Bundesliga. Jede Mannschaft darf pro Kampf 28 Punkte aufbieten. Gemessen an seinen Erfolgen, erhält jeder Sportler eine Punktzahl. Entscheidend sind die zurückliegenden vier Kalenderjahre. Mit den meisten Zählern schlägt im Auer Team Mateusz Filipczak (98/130 kg/F) zu Buche: Platz 2 bei der U-23-EM 2016 bedeutet drei Punkte, dazu kommen vier, die bei ausländischen Athleten zu den Erfolgen addiert werden. Bonuspunkte gibt's für Leute aus dem eigenen Nachwuchs. "Mit dieser Regelung die Mannschaft taktisch gut aufzustellen, wird vor jedem Kampf eine Herausforderung - und ein mathematisches Spiel", sagt Schöniger.

Sportlereinstufung - 4 Punkte: Medaillengewinner bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und Kontinentalmeisterschaften der Männer. 3 Punkte: Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften und Kontinentalmeisterschaften der Junioren und U 23, deutscher Meister Männer. 2 Punkte: Deutscher Meister Junioren, Silber oder Bronze bei deutschen Meisterschaften Männer, Bundeskaderathleten des DRB (vergangene 2 Jahre). 1 Punkt: alle restlichen Athleten. 2 Bonuspunkte: je Athlet aus dem eigenen Nachwuchs (ab 15. Lebensjahr) minus 2 Punkte. 4 Zusatzpunkte: Ausländische Athleten bekommen zu ihren Erfolgen 4 Punkte addiert. Maximal sind pro Team 28 Punkte erlaubt.

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