Auer erwarten unbequemen Gegner

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Der starke Auftritt beim Tabellenzweiten blieb am Ende unbelohnt. Im Derby gegen Dessau-Roßlau will es Handball-Zweitligist EHV nun besser machen.

Aue.

Seine elf Tore im Auswärtsspiel gegen den VfL Gummersbach haben Aues Adrian Kammlodt in der 2. Handball-Bundesliga zurecht in die Mannschaft des Spieltags katapultiert. "Eine starke Leistung von ihm", lobt auch EHV-Teamkapitän Kevin Roch und geht zugleich mit sich selbst in die Kritik. "Auf Außen, auch von mir, war dagegen echt mehr drin", so der Familienvater, der sich trotz der Außenseiterrolle in Nordrhein-Westfalen Zählbares gewünscht hätte. "Wir waren ganz nah dran. Diese verpasste Chance ärgert mich als Sportler." Am Ende verlor Aue mit 25:28 (12:12).

Die Gelegenheit, diese Scharte auszuwetzen, bietet sich schon diesen Sonnabend. Dann erwarten die Auer den Dessau-Roßlauer HV ab 17 Uhr zum Ost-Derby - allerdings bleiben die Ränge in der Erzgebirgshalle in Lößnitz wie zuletzt pandemiebedingt leer. "Die Fans fehlen schmerzlich. Mit ihnen zusammen hätten wir im Dezember vielleicht einige Zähler mehr erkämpft", sagt Roch. Die Partie beim VfL Gummersbach war für Aue der Wiedereinstieg nach rund vier Wochen Pause aufgrund der Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten. Die damit verbundene freie Zeit von rund zwei Wochen wollte Roch mit seiner kleinen Familie für einen Wechsel nutzen - von einer Wohnung ins eigene Häuschen in Beierfeld. "Doch wir mussten in Quarantäne und den Umzug unterbrechen." Seit knapp einer Woche bewohnen er, seine Freundin und der gemeinsame Sohn ihr neues Heim. "Endlich."

Nach der Rückkehr von Interimstrainer Rúnar Sigtryggsson aus Island begann Mitte Januar das Training. Im Hammer-Dezember mit sieben Spielen blieb kaum Zeit, um wirklich an Taktik und Technik zu feilen. "Das konnten wir nun nachholen. Es schlägt sich schon in unserem Spiel nieder, auch wenn noch Luft nach oben besteht", findet Roch und erwartet im Ost-Derby mit Dessau-Roßlau einen "unbequemen Gegner". So packen die Sachsen-Anhaltiner sowohl in Angriff als auch Abwehr fest zu, sagt Roch. "Der HV-Trainer ist dafür bekannt, dass er seine Jungs richtig schleift. Die sind nicht zimperlich", sagt der Sozialarbeiter und betont, dass die Liga letztlich auch durch Corona unberechenbar sei. "Jeder kann jeden schlagen - das zeigt jeder Spieltag aufs Neue."

Apropos Corona: Sehr froh ist Roch, der am Auer Helios-Klinikum arbeitet, dass es dem schwer an Covid-19 erkrankten EHV-Chefcoach Stephan Swat Schritt für Schritt besser geht. "Ein gutes Gefühl. Ich habe Swati sogar mal kurz gesehen und auch gehört." Roch hofft, dass der Trainer wieder ganz gesund wird - und dass am Sonnabend Zählbares in Lößnitz bleibt. 17 Uhr ist Anpfiff. Übertragen wird das Derby live bei Sportdeutschland-TV.

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