Auer reisen als Außenseiter nach Köln - mit Flugzeug ab Leipzig

Der FCE bestreitet heute bei einem Erstligaabsteiger das dritte Punktspiel der Saison. Gefordert ist auch das Sturmduo der Veilchen.

Aue/Köln.

Nach den ersten zwei Saison-Punktspielen, die nur einen Zähler brachten, überlässt man bei Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue nichts mehr dem Zufall. Damit die Beine heute gegen den 1. FC Köln - Anstoß 13 Uhr - nicht nach stundenlanger Busfahrt allzu schwer sind, ging es gestern Abend per Flugzeug von Leipzig in die Domstadt. Am Flughafen stieg das Team in den schicken neuen Veilchen-Bus ein. Hinterm Lenkrad sitzen übrigens FCE-Mitarbeiter Thomas Romeyke und weiterhin RVE-Busfahrer Heiko Martin, auch wenn das Fahrzeug nicht mehr zum Regionalverkehr Erzgebirge gehört. Martin war seit mehreren Jahren im Auftrag seines Unternehmens mit den Veilchen zu Auswärtsspielen unterwegs.

Mit an Bord gestern natürlich auch die beiden Stürmer des FCE: Sören Bertram und Pascal Testroet. Letztgenannter spricht von einer "brutal schweren Partie" gegen Köln. "Keiner erwartet einen Sieg von uns", so "Paco", der vor einer Woche im DFB-Pokalspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 für den Ehrentreffer zum 1:3 sorgte und damit das erste Saisontor der Veilchen in einem Pflichtspiel erzielte. Gerade dieses Tor in der 84. Minute sei sehr wichtig gewesen, obwohl es an der Niederlage nichts mehr ändern konnte. "Jeder wusste, dass der Treffer in diesem Moment unbedeutend war. Trotzdem kamen alle zu mir und meinten, dass es ein super schönes Tor war", so der Stürmer, der nach Saisonbeginn von Dynamo Dresden ins Erzgebirge wechselte. "Wir haben uns so viel Kritik anhören müssen, dass wir keine Tore schießen können", ärgert sich "Paco" und findet solche Aussagen überzogen.

Dass die Erzgebirger nun beim Erstligaabsteiger und als sofortigen Wiederaufsteiger gehandelten 1. FC Köln in der Außenseiterrolle antreten, komme Aue entgegen. "Ich hoffe sehr, dass wir in Köln aus unserer Ordnung und aus unserer Defensivstärke heraus agieren können." Nach drei gemeinsamen Trainingswochen und zwei Pflichtspielen hat sich außerdem das Offensivduo Bertram und Testroet gefunden. "Sören und ich kennen uns schon seit vielen Jahren. Doch es ist was anderes, wenn man dann auf dem Platz zusammenspielt. Es funktioniert immer, immer besser, von Training zu Training", schätzt der 27-Jährige ein. Mittlerweile kenne man die Stärken des anderen. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt Sören Bertram: "Gegen Mainz hat es schon besser funktioniert als gegen Magdeburg." Köln sieht er nicht nur heute als Favorit, sondern auch generell, wenn es um den Aufstieg geht: "Wir müssen unbedingt gut stehen und auf Konter setzen. Es ist wichtig, dass wir den Kölnern keinen Platz für ihr Kombinationsspiel lassen", sagt Bertram. Wichtig ist auch, dass die Auer die gefährlichen Stürmer der Gastgeber stets im Auge behalten. Simon Terodde zum Beispiel, dem die Veilchen zu liegen scheinen. Als er noch in Bochumer und später in Stuttgarter Diensten stand, traf er gegen die Erzgebirger viermal ins Tor und bereitete weitere drei Treffer vor.

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