Auer Ringer verpassen die Überraschung

Gegen den Favoriten aus Greiz haben sich die FCE-Aktiven wacker geschlagen. Am Ende reichte es aber nicht ganz.

Aue.

Den Ringern des FC Erzgebirge Aue ist die Überraschung nicht gelungen. 620 Zuschauer in der gut gefüllten Auer Neustadthalle, darunter auch viele Aktive und Fans anderer Vereine aus dem Erzgebirge und des Vogtlandes, wurden Zeuge, wie der RSV Rotation Greiz das Derby in der Ringer-Bundesliga mit 16:10 für sich entschieden hat.

In der Endabrechnung war die Niederlage im ersten Rückrundenkampf und der damit verbundenen Umstellung der Stile, knapp ausgefallen. Frank Witscher, Mannschaftsleiter der Auer, sprach von einem sehr spannenden Kampfabend: "Mehr war aus Auer Sicht nicht drin. Wir muss akzeptieren, dass Greiz stärker war." Immerhin holten die Auer vier Siege gegen die Thüringer. Die ersten zwei Mannschaftspunkte gingen auf das Konto von Marius Los (57 kg/K), der sich nach Punkten gegen Sven Cammin durchgesetzt hat. An der Stelle hatte sich Frank Witscher etwas mehr ausgerechnet: "Allerdings muss man ihm zugutehalten, dass er durchs Abnehmen etwas geschwächt war." Said Gazimagomedov (61 kg/F) verpasste gegen Rasul Galamatov die Höchstwertung nur knapp, ging durch eine Erkältung aber auch angeschlagen in den Kampf. "Bei ihm haben hinten raus nur Sekunden gefehlt zur Vierer-Wertung. So waren es drei Punkte und einen haben wir liegengelassen", erklärt Witscher.

Einen starken Kampf lieferte Rolf Linke (98 kg/K), der diese Saison erstmalig im Ligabetrieb für Aue auf der Matte stand, gegen Thomas Leffler ab. Er kontrollierte seinen Gegner jederzeit und holte so drei Mannschaftspunkte. Ein internationales Duell hat es im Limit bis 71 Kilo Freistil gegeben - für Aue mit dem Polen Krzystof Bienkowski und dem mehrfachen Moldawischen Meister Vladimir Gotisan auf Greizer Seite. In diesem Duell hatte der Auer die Nase vorn und holte drei Punkte, sehr zur Freude von Frank Witscher: "Krzystof hat einen hervorragenden Kampf abgeliefert, beherrschte seinen Gegner von vorn bis hinten und hat den Kampf ganz souverän gewonnen."

10:10 stand es vor den letzten beiden Duellen, dazu herrschte eine hitzige Atmosphäre in der Halle. Der Auer Krisztian Jäger (75 kg/K) musste gegen Igor Besleaga ran und verlor in einem Kampf, in dem beide sich nichts schenkten, knapp nach Punkten. Den letzten Kampf des Abends hatte Nachwuchsringer Jakob Barth (75kg/F) gegen den erfahrenen Daniel Sartakov zu bestreiten. Der 18-jährige lieferte unter lauter Anfeuerung der Fans zwar einen beherzten Kampf ab, musste allerdings die technische Überlegenheit seines gegenüber anerkennen. Unzufrieden zeigte sich Witscher mit dem Abend aber nicht. Denn abgesehen vom Ergebnis "war die Stimmung gut und die Kämpfe erstligareif. Dieser Kampf war eine gute Werbung für den Ringkampfsport."

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