Auer Rückraum leert sich weiter

Mit TuS Ferndorf ist an diesem Sonnabend ein auswärtsstarkes Team bei Handball-Zweitligist EHV zu Gast. Doch nicht nur deshalb wird es für die Hausherren schwer.

Lößnitz.

Es gibt keine Pflichtaufgaben, sondern nur wichtige Spiele für den EHV Aue in der 2. Handball-Bundesliga. Das ist auch an diesem Sonnabend ab 17 Uhr der Fall, wenn der TuS Ferndorf in der Lößnitzer Erzgebirgshalle aufläuft. Zwar stehen die Gäste als 13. zwei Plätze hinter den Hausherren. "Aber wir müssen alles mobilisieren, um die Punkte zu behalten", sagt Aues Chefcoach Stephan Swat.

Die Statistik spricht für den EHV. Von bisher elf Begegnungen hat die Swat-Sieben sieben Duelle gewonnen, dreimal verloren und einmal Remis gespielt. Auch das letzte Heimspiel gegen Ferndorf - im November 2018 - fiel mit 34:25 deutlich für Aue aus. Und doch geht es bei Null los. Insbesondere nach der jüngsten Niederlage der Erzgebirger bei Spitzenreiter Coburg. Da lagen die Gäste schon fast aussichtslos zurück, um doch noch mal bis auf zwei Tore heranzukommen. Swat sah zwei grundverschiedene Halbzeiten seines Teams. "Natürlich gilt es, an den zweiten Durchgang anzuknüpfen, in dem wir kämpferisch und spielerisch vieles richtig gemacht haben." Reserven sieht der Trainer bei Schlussmann Vilius Rasimas, der durch den Ausfall von Erik Töpfer besonders gefordert ist. "In Coburg hat er viele Konter einstecken müssen." Das sei klar bei einem Spitzenteam, aber auch hart. "Doch ein paar mehr gehaltene Bälle hätten es sein können. Da ist Luft nach oben, das weiß er auch selbst." Zuhause gegen TuS komme es einmal mehr auf eine stabile Defensive an.

Zu allem Übel leert sich der Auer Rückraum. So verließ dieser Tage Austris Tuminskis den EHV und wechselte mit sofortiger Wirkung zu Besiktas JK Istanbul. Das kam für Außenstehende recht überraschend. "Für uns nicht, auch wenn es dann doch sehr kurzfristig geschah", sagt Swat. So habe es im Vorfeld diesbezüglich Gespräche mit dem Letten gegeben. "Wir halten Wort und lassen ihn ziehen." Die Diagnose für Rückraumakteur Julius Schröder ist umso bitterer. "Er erlitt einen Bänderriss im Daumen. Das wird konservativ behandelt", so Swat. Es sei abzuwarten, wie lange der 21-Jährige ausfällt. Nicht leichter macht es die Auswärtsstärke der Gäste, die in der Fremde zuletzt selbst Top-Teams wie Eisenach und Hamburg besiegten. "Wir sind gewarnt" so Swat, der sich ungern ans Hinspiel erinnert. Da verloren die Auer 22:26, weil sie "zu lässig und ohne Präsenz" agierten und im ersten Durchgang gar nur sechs Tore erzielten. "Das darf sich nicht wiederholen."


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