Auer steigern sich vor heimischer Kulisse deutlich

Nach fast 200 Tagen Zwangspause sind die Zweitliga-Handballer des EHV wieder übers eigene Parkett gewirbelt. Etwa 150 Fans verfolgten den 32:24-Sieg im Test gegen Dessau-Roßlau.

Lößnitz.

Endlich wieder Handball in der Erzgebirgshalle. Fast 200 Tage hatte es das wegen Corona nicht mehr gegeben. Entsprechend heiß waren sowohl Spieler als auch Fans am Sonnabend auf das Test-Rückspiel von Zweitligist EHV Aue gegen Liga-Konkurrent Dessau-Roßlau.

Zumal es galt, das 22:26 auszuwetzen. Denn noch unter der Woche hatte das Team von Chefcoach Stephan Swat in Dessau verloren. Nicht aber vor heimischer Kulisse. Da behielten die Erzgebirger vor rund 150 Fans mit 32:24 (15:10) klar die Oberhand. Tenor nach dem Abpfiff: Eine Steigerung war deutlich erkennbar. Auch der Vergleich der Torhüter ging an die Auer. "Alle drei Keeper haben richtig gut gehalten. Und auf dem Feld lief es besser. Wir können mit dem Stand der Vorbereitung zufrieden sein", sagte EHV-Manager Rüdiger Jurke.

Laut Swat gibt es noch Baustellen. "Aber der Rohbau steht. Jetzt renovieren wir, um alles für den Einzugstermin am 3. Oktober vorzubereiten", schilderte er den Weg bis zum Saisonstart bildlich. Aus der Video-Analyse des Mittwoch-Spiels in Dessau habe man viel mitgenommen und Fehler ausgemerzt. "Wir standen in der Abwehr besser, haben vorn ein strukturiertes Angriffsspiel präsentiert und Chancen besser genutzt." Torhüter Sveinbjörn Petursson ist froh, wieder in der Erzgebirgshalle zu spielen. "Als ich die Einlaufmelodie hörte, war es wie früher. Es ist einfach schön, wieder da zu sein." Er sei gut vorbereitet in die Partie gegangen. "Und die Jungs vor mir haben mir sehr geholfen. Zusätzlich sorgten die Fans, wenn auch nicht viele in der Halle waren, für Stimmung." Das habe es leichter gemacht, eine ansprechende Leistung abzurufen.

Dabei gab es zwei Rote Karten für die Gäste, mit deren Aggressivität die Auer laut Swat aber vertraut sind. Nico Schneider bekam sie bei zwei Fouls schmerzlich zu spüren. "Härte gehört zum Handball, aber das war zu viel. Es kann nicht sein, dass man Verletzungen so kurz vorm Saisonstart billigend in Kauf nimmt", richtete Swat klare Wort an den HV. Kreisläufer Bengt Bornhorn - mit acht Treffern bester Torschütze - haderte trotz des Sieges mit vergebenen Chancen. "In der zweiten Hälfte lief es gut. Allerdings hatte Dessau auch nicht die gleiche Intensität wie im Hinspiel." Den Fans fehlte der Handball arg. "Wieder in der Halle zu sein, ist wunderschön gewesen. Mit ein paar mehr Leuten wäre es noch besser. Aber für den Anfang war es gut", sagte Petra Bärtl.

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