Aues Handballern werden wichtige Punkte entrissen

Der EHV hat sich in der 2.Bundesliga durch eine 23:24-Niederlage (10:12) gegen Konstanz in Abstiegsgefahr begeben. Die Abwehr stimmte, doch die Angriffe blieben stecken.

Aue.

Aues Handballer haben es am Freitagabend in der Hand gehabt. Der EHV hätte sich in der 2. Bundesliga deutlich von den Abstiegsplätzen absetzen können. Pusteblume - es funktionierte nicht. Nach der Heimniederlage gegen die HSG Konstanz steckt das Team von Trainer Stephan Swat wieder mitten drin im Abstiegskampf. Da gibt es wenig schön zu reden. Das machten nach der 23:24-Niederlage in der Pressekonferenz sowohl Manager Rüdiger Jurke als auch Trainer Stephan Swat klar. Jurke ließ seinen Emotionen freien Lauf und schimpfte sich den Frust von der Seele. Der EHV Aue verzichtete diesmal sogar darauf, einen "Player of the Match", wie das normalerweise üblich ist, zu nominieren. Viel zu groß war die Enttäuschung und vielleicht hatte es auch tatsächlich nach dieser Partie keiner verdient.

Die letzten beiden Situationen in der Begegnung waren exemplarisch: In einer Auszeit eine halbe Minute vor Schluss legten sich die Auer einen Plan zurecht. Doch der ging schief. "Leider kam ein Pass etwas zu tief. Benas Petreikis kann ihn nicht richtig fangen und den Ball aufs Tor bringen", erklärt Spieler Kevin Roch. Der EHV verlor den Ball und Konstanz machte erneut alles richtig: In der Schlusssekunde traf Joschua Braun und entriss damit den Hausherren auch noch das Unentschieden. 23:24 - ein bitteres Resultat für die Erzgebirger vor 1451 Zuschauern in der Erzgebirgshalle. Während die HSG jubelte, gingen die Köpfe der Swat-Schützlinge runter.

Schon in der ersten Halbzeit verlief die Partie gegen Konstanz, die auf dem Relegationsplatz stehen, ziemlich zerfahren. Ständige Unterbrechungen ließen kaum Spielfluss aufkommen. Immer wieder straften die beiden Schiedsrichter André Kolb und Markus Kauth mit zwei Minuten ab. Gleich achtmal schickten die Schiris in den ersten 30 Minuten Spieler auf die Bank. Nach einer knappen Viertelstunde standen die Gäste einmal sogar nur zu viert auf dem Parkett. Und im Erzgebirge musste Daniel Eblen, deren Cheftrainer, sogar auf seinen besten Torjäger Paul Kaletsch verzichten. Dafür warfen sich alle anderen Spieler energisch in den Kampf.

Die Begegnung verlief über weite Strecken ausgeglichen. Während die Abwehr gut funktionierte, gab es beim EHV deutliche Einschränkungen im Angriff. Immer wieder gingen durch technische Fehler Bälle verloren oder scheiterten die Gastgeber am gut aufgelegten Torwart der HSG, Michael Haßferter. Der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Simon Tölke machte es nicht weniger gut.

Richtig unzufrieden war Kevin Roch mit der ersten Halbzeit. Auch der Start in die zweiten 30 Minuten ging schief. Innerhalb von drei Minuten fraß Aue drei Gegentore und lag plötzlich mit fünf Toren zurück. Der EHV startete eine Aufholjagd. "Da standen wir gut in der Abwehr und vorn lief es dann auch wieder besser", so Roch. Es sollte aber nicht reichen. Nach zwei Niederlagen in Folge geht es am Sonntag zum Sachsenderby nach Dresden.


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