Auf Pflicht gegen Drittligisten soll Kür gegen Erstligisten folgen

Pokalwochenende in der Lößnitzer Erzgebirgshalle: Aues Handballer treffen morgen auf die HSG Rodgau Nieder-Roden. Am Sonntag geht es dann vielleicht gegen Wetzlar.

Lößnitz.

Der EHV Aue will es wissen. Das macht der Handball-Zweit- ligist vor dem Pokalwochenende zum Saisonauftakt unmissverständlich deutlich: "4 Teams, 3 Spiele, 2 Tage, 1 Sieger" - so lautet das Motto, unter das der Verein den Kampf um den Einzug ins Achtelfinale stellt, zu dem morgen und übermorgen die Auer, die HSG Rodgau Nieder-Roden, der TV Großwallstadt und die HSG Wetzlar in der Lößnitzer Erzgebirgshalle antreten. Und EHV-Trainer Stephan Swat lässt auch keinen Zweifel daran, dass seine Schützlinge alles versuchen werden, der eine Sieger zu sein.

Zugleich hoffen der Coach sowie Manager Rüdiger Jurke, dass trotz der bei Fans und Vereinen nicht gerade beliebten Austragungsform als Turnier bereits morgen eine statt- liche Zahl Zuschauer in Lößnitz den Erzgebirgern den Rücken stärkt. Denn um überhaupt eine Chance auf den Einzug in die nächste Runde zu haben, müssen die Auer nämlich zunächst einmal ab 15 Uhr die HSG Rodgau Nieder-Roden bezwingen. Die Männer aus Südhessen dürfe der EHV auf gar keinen Fall unterschätzen, sagt Stephan Swat. "Man wird nicht mal eben so Vierter in der dritten Liga. Die spielen einen richtig gepflegten Handball. Wir gehen da mit Respekt ran und sollten höchste Konzentration walten lassen."

Der letzte Test, dem sich die Auer am Dienstagabend während ihres Trainingslagers an der Ostsee unterzogen, stimmt den Trainer optimistisch. Im zweiten Duell mit dem Drittligisten Empor Rostock gab es mit 27:22 (15:13) erneut einen Sieg. Eric Meinhardt (9/5 Tore) und Ladislav Brykner (6) waren die besten Werfer. "Wir wurden hart gefordert, haben gerade in der Abwehr vieles schon sehr gut umgesetzt", berichtet Swat. Auch in Sachen Positions- angriff habe das Team im Trainingslager einen Schritt nach vorn gemacht. "Wir hoffen, das trägt schon am Wochenende Früchte. Zunächst einmal, indem wir das Finale am Sonntag erreichen."

Läuft alles normal, heißt der Gegner dann ab 17 Uhr HSG Wetzlar. Kaum einer zweifelt daran, dass der Erstliga-Elfte und Pokalhalbfinalist der vergangenen Saison morgen im zweiten Spiel ab 17.30 Uhr Zweit- liga-Aufsteiger TV Großwallstadt bezwingt. "Treffen wir am Sonntag auf Wetzlar, brauchen wir über die Rollenverteilung nicht lange zu reden. Aber wir werden natürlich mit all unseren Mitteln an einer Über- raschung arbeiten", verspricht Stephan Swat mit Blick auf dieses Duell zwischen David und Goliath.

Generell herrscht im Auer Lager nach intensiver Vorbereitung, deren Höhepunkt die Japan-Reise war, Vorfreude auf den Start. Die Truppe hat sich laut Manager Jurke als Team toll entwickelt. Kevin Lux etwa passe super rein. "Bei Ladislav Brykner ist es, als war er nie weg. Und Vilius Rasimas und Austris Tuminskis brauchen nur noch ein wenig Zeit. Wir haben eine Mannschaft, die die Klasse halten kann." Schade sei nur, dass Jan Faith (Bänderriss in einem Knöchel), Nico Schneider (Mittelfußbruch) und wohl auch Tuminskis (Adduktorenzerrung) erst einmal verletzt fehlen werden.

Der Spielplan: morgen, 15 Uhr Aue - Rodgau und 17.30 Uhr Großwallstadt - Wetzlar, am Sonntag ab 17 Uhr Duell der Sieger.

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