Aufbruch ins Abenteuer

Die Frauenmannschaft des TTSV Tannenberg startet in die Sachsenliga-Saison. Der Klassenerhalt ist für die Neulinge das erklärte Ziel nach dem Aufstieg.

Tannenberg.

Im März haben die Tischtennisspielerinnen von Handwerk Tannenberg letztmalig unter Wettkampfbedingungen geschmettert. Und das überaus erfolgreich, denn nach einer Siegesserie in der Rückrunde und wegen des Saisonabbruchs wurde die Tabellenführung in Stein gemeißelt. Meisterschaft und Wiederaufstieg in die Sachsenliga waren der verdiente Lohn. An diese erfolgreiche Serie wollen die Damen um Mannschaftschefin Maria Franz anknüpfen. Los geht's am Samstag, 10 Uhr beim TTC Neukirch.

Die Gastgeberinnen haben schon eine Partie bestritten, sind allerdings mit einem 5:8 gegen Wilsdruff II gestartet. "Wir haben schon mal gegen die Ostsächsinnen gespielt, damals unentschieden. Das versuchen wir auch diesmal als Minimalziel", sagt die Teamchefin. In der Aufstellung Maria Franz, Linda Franz, Kristin Mothes und Maria Reißmann wollen die Tannenbergerinnen ihre erste Partie beim schwächsten Sachsenligateam der vergangenen Saison bestreiten. Dabei sind die Aufsteigerinnen aus dem Erzgebirge nicht ganz unbekannt, waren sie doch vor zwei Jahren bereits in Sachsens Oberhaus vertreten, doch dann etwas unglücklich abgestiegen. Das soll sich nicht wiederholen. "Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Wir gehen jedoch ohne Druck in die Saison, weil wir beruflich und privat ganz schön ausgelastet sind und auch sonst noch andere Dinge im Kopf haben. Tischtennis ist und bleibt ein Hobby", macht die Mannschaftsleiterin klar.

In erster Linie sei sie froh, wenn sie vier junge Stammakteurinnen aufbieten kann. Denn der Kader ist schmal, bietet nur eine Ersatzspielerin. "Jeanny Weiß geht zum Studium, wird also nicht immer da sein. Da können wir Maria Reißmann gut gebrauchen", sagt Maria Franz. Reißmann bringt dafür Erfahrung mit, hat sie doch bereits vor Jahren auf Sachsenniveau für die Tannenbergerinnen geschmettert.

Dass es gleich mit drei Auswärtspartien in Folge - nach Neukirch in Holzhausen und dann bei Mitaufsteiger Leutzsch III - losgeht, stört wenig. "Das ist gar nicht so schlecht, dann müssen wir zum Winter hin nicht mehr so weit fahren. Und wir können später unsere Heimstärke zeigen und den einen oder anderen Zähler vor der Winterpause einstreichen", sagt Maria Franz, deren Mannschaft erst am 14. November gegen Saxonia Freiberg und die SG Sorgau Heimspiele bestreitet.

Dass es gegen alle Mannschaften schwer werden wird, darauf sind die Damen vorbereitet. "Die Spannung baut sich dann von Spiel zu Spiel auf", glaubt Maria Franz. Und dass sich die Tannenbergerinnen aufgrund ihrer Mannschaftsmoral steigern können und teilweise über sich hinauswachsen, haben sie in vergangenen Spielzeiten unter Beweis gestellt. Auf eine geordnete und regelmäßige Wettkampfvorbereitung können sie jedenfalls nicht zurückgreifen. "Wir haben fast nie zusammen trainiert - wegen Corona und wegen der Verpflichtungen in Beruf und Familie", erklärt Maria Franz, zugleich die Spitzenspielerin des Tannenberger Teams. In der Sachsenliga dürfte sie nur schwer zu bezwingen sein. Denn mit der Zugehörigkeit zur Rangliste 1 hat die Offensivspielerin ihre Klasse eben erst unter Beweis gestellt - und mit ihrer Schwester Linda bildet sie ein fast unschlagbares Doppel.

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