Aufsteiger folgt Vizemeister

Wieder ist es für die Auer Bundesliga-Ringer eine Mammutaufgabe. Und wieder wollen sie alles daran setzen, endlich den ersten Sieg einzufahren. Doch gegen den Zweiten der Vorsaison aus Heilbronn wird das alles andere als leicht.

Aue.

Ein bisschen ist es erneut wie David gegen Goliath, wenn bei den Auer Bundesliga-Ringern am Sonnabend die Red Devils Heilbronn aufschlagen. Denn damit gastiert in der Neustadt-Halle beim FC Erzgebirge der amtierende Vizemeister. Das Duell beginnt 19.30 Uhr.

Somit folgt dem starken Aufsteiger Schorndorf, der vorige Woche im Erzgebirge 14:9 gewann, der nächste Favorit. Die Gäste sind nach vier Kampftagen Dritte der Tabelle, während die Erzgebirger nach wie vor auf Zähler warten. Und außerdem ein Neuling in der Staffel Südost. "Heilbronn bedeutet für uns damit Neuland. Mit dieser Mannschaften hatten wir es noch nie zu tun", so Aues Trainer Björn Schöniger.

Trotzdem haben auch die Red Devils schon Federn gelassen - nämlich beim bitteren 0:23 gegen den amtierenden Meister Burghausen. "Wir versuchen natürlich, erneut die bestmögliche Mannschaft aufzustellen", sagt Schöniger und ist sich bewusst, dass die Gäste Top-Leute aufbieten werden. Dazu gehört im 75-Kilogramm-Limit der dreifache Weltmeister Frank Stäbler, der heuer WM-Bronze erkämpft und das Ticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio gelöst hat. Eduard Popp steht im Schwergewicht im griechisch-römischen Stil bei den Gästen auf der Liste. "Er ist Fünfter der WM und fährt ebenfalls zur Olympiade", so Schöniger, der in diesem Limit mit Christian John den bisher verlässlichsten Auer Neuzugang auf die Matte schickt. Demnach kommt es vermutlich zum Duell der zwei besten Deutschen in dieser Gewichtsklasse.

Trotz der Schwere der Aufgabe trägt der FCE-Coach Zuversicht in sich. "Eine Chance hat man immer." Gegen Heilbronn wird es definitiv schwer. Die Staffel sei insgesamt sehr stark. "Da rennt man quasi gegen eine Wand", sagt Schöniger. Die größten Probleme für die Veilchen bleiben die dünne Personaldecke und das Punktesystem, das den Einsatz einzelner Athleten regelt. "Uns fehlen die deutschen Kämpfer", so Schöniger, der seine Mannschaft gegen Heilbronn komplett anders aufstellen will als zuletzt. "Wir hoffen, dass bei Heilbronn vielleicht nicht jede Klasse optimal besetzt ist." Für einen Erfolg brauche es aber eine Überraschung. "Vielleicht haben wir diesmal Glück. Wir waren schon zweimal nah dran an einem Sieg." Fit sind alle. "Ich kann also aus dem Vollen schöpfen", so Schöniger.

In der Landesliga Sachsen trifft vor dem Bundesliga-Duell die zweite Mannschaft der Auer auf die Reserve von Thalheim. Kampfbeginn ist 17.30 Uhr. "Sehenswert. Denn unsere Zweite hat einen Lauf", sagt Schöniger.

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