Aufsteiger holt ersten Punkt in der Landesliga

Vom frühen Rückstand ließen sich die Kicker aus Marienberg gegen Wilsdruff nicht aus der Bahn werfen. Gegen einen alten Bekannten gelang zumindest ein Teilerfolg.

Marienberg.

Zum einen war Michael Arnold am Samstagnachmittag froh darüber, viele Freunde von früher wiedergetroffen zu haben. Genauso war dem ehemaligen Marienberger, der nun das Tor der SG Motor Wilsdruff hütet, aber auch die Freude anzumerken, zumindest einen Punkt aus der alten Heimat mitnehmen zu können. Denn eigentlich war sein Ex-Verein, der FSV Motor Marienberg, in diesem Landesliga-Duell die bessere Mannschaft gewesen. Letztlich musste sich der Aufsteiger aber mit einem 1:1-Unentschieden begnügen.

"Wir waren definitiv die bessere Mannschaft", sagt Ronny Rother. Der Trainer der Gastgeber hatte für die Wilsdruffer nur eine Chance auf dem Zettel stehen. Doch ausgerechnet die führte zum frühen Rückstand (3.) - und das auch noch nach diskutabler Entstehung. "Ein gegnerischer Abwehrspieler schoss sich im eigenen Strafraum den Ball an die Hand, aber der Elfmeterpfiff blieb aus", berichtet Rother, der im direkten Gegenzug ein Kontertor zum 0:1 miterleben musste. So verärgert der Coach über die Entscheidung des Referees war, so stolz war er auch auf die Reaktion seiner Mannschaft: "Die Jungs haben sich nicht beirren lassen. Wir sind permanent angelaufen und haben Wilsdruff früh gestört." Weitere gefährliche Aktionen der Gäste blieben somit Mangelware. Außerdem kamen die Marienberger durch ihr Pressing selbst zu guten Gelegenheiten, die aber zunächst ungenutzt blieben. Als Maximilian Schreiter in der 39. Minute eine Hereingabe von Kevin Werner über die Linie drückte, war der Bann endlich gebrochen.

Auch nach dem Seitenwechsel agierte der Liga-Neuling deutlich offensiver, ohne dabei die Ordnung in der Defensive zu verlieren. Kenny Schmidt, Kevin Werner, Kilian Gerlach und nochmals Schreiter hatten das zweite Tor auf dem Fuß. Der Ball wollte aber einfach nicht ins Tor, auch weil Michael Arnold im Wilsdruffer Kasten eine gute Leistung zeigte. "Er war am Ende wirklich froh über den Punkt - und seine Vorderleute ziemlich müde", sagt Rother, der Arnold aus Jugend-Zeiten kennt. Auch der Marienberger Coach konnte am Ende mit dem einen Punkt gut leben, denn "Leidenschaft und Engagement haben bei uns gestimmt". (anr)

Marienberg: Breitfeld; Rösch, Richter, Bauer, Otto, Werner, Gottschalk, Schmidt, Gerlach, Schreiter (70. Schröter), Hamann (80. Matthes); SR: Jautze (Dobritz); Z: 165; T: 0:1 Morgenstern (3.), 1:1 Schreiter (39.)

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