Aufsteiger Sosa mischt weiter vorn mit

Fußball, Erzgebirgsliga: FSV siegt auch in Crottendorf - Thalheim marschiert weiter voran

Annaberg-Buchholz.

Ein Heimspiel zu haben, war an diesem Spieltag der Fußball-Erzgebirgsliga nicht zwangsläufig der erwartet Vorteil. Gleich vier der sieben Partien endeten mit einem Auswärtssieg, dem stehen drei Heimsiege entgegen. Während Sosa weiter fleißig Punkte sammelt, hat manch Spitzenteam einen Dämpfer kassiert.

Tanne Thalheim - Neustädtler SV 7:2 (3:2): Trotz eines frühen 0:2-Rückstandes hat Spitzenreiter Tanne Thalheim auch die Partie gegen den Neustädtler SV in beeindruckender Manier für sich entschieden. "Ich hatte vor Neustädtel gewarnt", sagte Tanne-Trainer René Wendler. "Und das war auch berechtigt." Die Gäste seien sehr defensiv aufgetreten und nutzten die wenigen Möglichkeiten gleich zu Beginn, so Wendler. "Da haben wir zu viele einfache Fehler gemacht. Aber wir waren uns einig, dass wir normal weiterspielen." Marek Barthold, David Koch und Manuel Grasse drehten die Partie noch vor dem Halbzeitpfiff zugunsten der Gastgeber, die den sich bietenden Platz in der zweiten Hälfte aber erst zum Ende richtig ausnutzten. "Der Sieg geht in Ordnung und ist auch in der Höhe verdient", so der Thalheimer Coach.

SV Crottendorf - FSV Sosa 3:4 (2:3): Eine verdiente Niederlage seiner Elf sah der Crottendorfer Trainer René Lüttcher beim 3:4 gegen Aufsteiger Sosa. "Das geht auch so in Ordnung. Sosa war willensstärker und hat die Zweikämpfe besser angenommen", so Lüttcher. "Wir haben in vielen Situationen einfach zu fahrlässig agiert und uns zu viele Fehlpässe geleistet." Man merke auch, dass der Mannschaft aktuell das Selbstvertrauen fehle. Zwar habe seine Elf immer gut reagiert und nach den Gegentoren zeitnah den Anschluss wiederhergestellt, so Lüttcher. "Aber für mehr hat es heute nicht gereicht."

Oelsnitzer FC - SV Auerhammer 1:2 (1:1): Der SV Auerhammer bleibt dem Tabellenführer aus Thalheim weiter auf den Fersen und nimmt auch aus Oelsnitz alle drei Punkte mit. Verdient sei der Sieg gewesen, so SVA-Trainer Mike Martin: "Aber schön war das heute nicht." Es sei keine sehr gute Partie von beiden Seiten gewesen, so Martin. "Und zumindest bei uns weiß ich, dass wir es spielerisch besser können." Es sei aber auch ein Qualitätsmerkmal, dass man solche Spiele gewinne, sagte er nach der Partie. Die Oelsnitzer kassierten dagegen nach starkem Saisonstart nun schon die zweite Niederlage in Folge.

FSV Schwarzenberg - SV Deutschneudorf 4:1 (1:0): Ohne Punkte kehrte der SV Blau-Weiß Deutschneudorf von seinem Gastspiel in Schwarzenberg zurück. FSV-Torjäger Gaga Dolidze rechtfertigte erneut seinen Stammplatz, den er nach dem Hattrick in der zweiten Hälfte nun auch in den Träumen der Deutschneudorfer Defensive haben dürfte. Mit dem Sieg überholten die Schwarzenberger zudem die Gäste in der Tabelle, die nach der Niederlage in der Vorwoche beim SV Auerhammer nun den nächsten Dämpfer hinnehmen müssen.

VfB Annaberg - FSV Burkhardtsdorf 1:2 (1:1): Daniel Mannsfeld, Trainer des VfB, war nach der Niederlage gegen Burkhardtsdorf restlos bedient. "So kann man hier nicht auftreten, das geht nicht", sagte er mit Blick auf die Leistung seiner Mannschaft. "Da war kein Wille, kein Einsatz. Man hatte das Gefühl, die Jungs sind im Kopf gar nicht auf dem Feld." Während die Gäste bissig aufgetreten seien, habe seine Elf die notwendige Einstellung vermissen lassen, so Mannsfeld. "Das war ein ganz schwacher Auftritt von uns." Vor allem die Aktivposten der Gäste, Rico Faßl und Sascha Weirauch, hätten Narrenfreiheit genossen, sagte Mannsfeld. "Ich bin enttäuscht von der Leistung. Die Niederlage war absolut hochverdient."

BSV Gelenau - SV Großrückerswalde 1:3 (1:1): Eine nicht unverdiente Heimniederlage musste der BSV Gelenau hinnehmen. So bezeichnete Kay Zaffrahn, Spielertrainer der Gastgeber, das 1:3 gegen den SV Großrückerswalde. "Das Ergebnis geht in Ordnung, da die Gäste einfach mehr Aufwand für den Sieg betrieben haben." Zwar sei die Anfangsphase noch ganz gut verlaufen, so Zaffrahn. "Aber Großrückerswalde wurde dann immer besser." Zudem seien dem BSV noch kurzfristig zwei Spieler krankheitsbedingt ausgefallen, sodass lediglich zwei Spieler auf der Bank Platz nahmen. "Ich wollte nach der Vorwoche eine Reaktion, die ist gekommen. Im Rahmen der Möglichkeiten haben wir alles gegeben", so Zaffrahn. (frgu)


Zahlen & Fakten zur Erzgebirgsliga

Thalheim - Neustädtel 7:2 (3:2)

SR: Matthias Schmidt - Z: 145

T: 0:1 Gräßler (8.), 0:2 Gräßler (11.), 1:2 Barthold (21.), 2:2 Koch (25.), 3:2 Grasse (29.), 4:2 Grasse (79.), 5:2 Kretzschmar (80.), 6:2 Hirsch (86.), 7:2 Hirsch (90.)

Schwarzenberg - Deutschneudorf 4:1 (1:0)

SR: Sven Meyer - Z: 85

T: 1:0 Schönrock (34.), 2:0 Dolidze (57.), 3:0 Dolidze (72.), 4:0 Dolidze (81.), 4:1 Heidenreich (88.)

Annaberg - Burkhardtsdorf 1:2 (1:1)

SR: Paul Sumpf - Z: 65

T: 1:0 Meyer (12.), 1:1 Faßl (14.), 1:2 Klinksiek (60.)

Oelsnitz - Auerhammer 1:2 (1:1)

SR: Andy Schulz - Z: 55

T: 0:1 Ficker (24.), 1:1 Neef (37.), 1:2 Richter (86.)

Crottendorf - Sosa 3:4 (2:3)

SR: Andreas Wächtler - Z: 140

T: 0:1 Teubner (26.), 1:1 Süß (29.), 1:2 Ph. Unger (38.), 1:3 Weigel (43.), 2:3 Vetter (45.), 2:4 Ph. Unger (66.), 3:4 Süß (71.)

Gelenau - Großrückerswalde 1:3 (1:1)

SR: Jochen Müller - Z: 65

T:1:0 Kolditz (23./ST), 1:1 Hänel (25.), 1:2 Schneider (84.), 1:3 Hilbert (91.)

1.Thalheim (A)523:715

2.Auerhammer512:413

3.Sosa (N)519:1312

4.Schwarzenberg510:710

5.Oelsnitz512:99

6.Deutschneudorf (N)513:119

7.Annaberg (A)515:116

8.Drebach/F.514:126

9.Burkhardtsdorf59:96

10.Großrückerswalde510:146

11.Gelenau (A)59:176

12.Crottendorf59:113

13.Neustädtel59:193

14.Bermsgrün53:230

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