Aufsteiger will Lok stoppen

Mit Respekt und Entschlossenheit empfangen morgen die Landesklasse-Fußballer aus Annaberg den ESV Zwickau. Gelenau lädt den Tabellenletzten zum Kellerduell.

Annaberg-Buchholz.

Mit dem ESV Lok Zwickau fährt am Sonntag ein gut aufgestellter Gegner zur Fußballpartie des 11. Spieltages der Landesklasse West am Kurt-Löser-Sportplatz in Annaberg-Buchholz vor. Die VfB- Kicker wollen dem Tabellenvierten vor heimischem Publikum aber zumindest einen Punkt abringen. Der BSV Gelenau tritt ab 14 Uhr zuhause zum Kellerduell gegen Schlusslicht Blau-Weiß Chemnitz an.

VfB Annaberg 09 (10.) gegen ESV Lok Zwickau (4.): "Es dürfte sehr schwer werden, die Zwickauer zu bezwingen. Auch wenn es ein Heimspiel für uns ist, wäre ein Punkt schon ein Erfolg", analysiert der Annaberger Trainer Ingo Klöpping vor der Partie seiner Elf gegen den ESV Lok Zwickau. Die Gäste hätten in keinem ihrer Mannschaftsteile eine Schwachstelle und präsentieren sich stets als kompakte Einheit. Nur mit spielerischen Mittel sei den Zwickauern kaum beizukommen. Mit durchdachten Spielzügen, Kampf und mit dem Erfolgsgefühl aus dem jüngsten 4:3-Auswärtssieg gegen Merkur Oelsnitz im Hinterkopf will der VfB das Lok-Team aber nicht in Fahrt kommen lassen. Klöpping: "Wir wollen zurück zu Einfachheit. Das bedeutet klare Spielzüge und es mit dem Kurzpassspiel bloß nicht übertreiben."

Dampf abgelassen werden soll aber wie gewohnt nicht so viel auf dem Platz. Die Annaberger haben sich mit 14 Gelben Karten und ohne jeden Platzverweis in ihren zehn Saisonspielen im Vergleich bisher als sehr fair erwiesen. "Robust, aber nicht unfair ist meine Devise", sagt der 54-jährige Trainer. Auch wegen des kleinen Kaders könne sich seine Mannschaft gar keine Ausraster auf dem Rasen leisten. Unter der Woche wurde im Training weiter der Spielaufbau gefestigt. Mit noch fünf ausstehenden Partien in der Hinrunde sei die Zeit großer Experimente vorbei. Dass Kapitän Christoph Meyer nach einem Spiel Pause wieder mit an Bord ist, verkleinert die Chance der Gäste, erneut ein Torfestival wie gegen Gelenau (6:0) zu feiern.

BSV Gelenau (15.) gegen Blau-Weiß Chemnitz 02 (16.): Nach der 0:6-Schlappe in Zwickau, bei der den Gelenauern laut Trainer Thomas Kersten die geistige Frische und die körperliche Robustheit fehlte, bietet sich nun die große Chance zur Wiedergutmachung. Mit Blau-Weiß ist das einzige Landesklasse-Team auf dem Kunstrasenplatz am Volkshaus zu Gast, das in dieser Saison noch ohne Sieg ist. "Da kann nur ein Dreier zählen", sagt Kersten, dessen Optimismus sich allerdings in Grenzen hält. Neben dem rot-gesperrten Toni Barth fällt nun auch Dominik Messig nach der fünften gelben Karte aus, sodass dem BSV kein gelernter Innenverteidiger zur Verfügung steht. Nun muss eine Notlösung gefunden werden.

"Das werden wir wohl auswürfeln", so der sarkastische Kommentar des Trainers, der auch auf den verletzten Torhüter Michael Kaiser verzichten muss. Umso mehr baut Kersten auf seine Offensive um den wiedergenesenen, aber noch nicht ganz fitten Torjäger Lars Kolditz.

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