Aufstieg rückt in Reichweite

Schach, 2. Landesklasse: Stollberg siegt souverän

Stollberg/Neukirchen.

Die Schachspieler des SV Erzgebirge Stollberg stehen kurz vor dem Aufstieg in die 1. Landesklasse. Der Tabellenführer der 2. Landesklasse (Staffel C) setzte sich am Sonntag beim Tabellendritten Schachclub Reichenbach klar mit 5,5:2,5 durch und benötigt aus den letzten beiden Spielen nun nur noch einen Zähler, um in der kommenden Saison eine Liga höher spielen zu dürfen. Eine "erstklassige Mannschaftsleistung" attestierte Vereinssprecher Steffen Hold seinem Team. An vier Brettern fuhren die Gäste Siege ein. Martin Kapp am Spitzenbrett, Gerd Wetzel, der fast 80 Jahre alte Wilfried Hahn sowie Vereinschef Jürgen Steinhardt, der seinen Gegner mit einem sehenswerten Königsgambitangriff zuerst zu einem Figurenopfer und anschließend in die Knie zwang. Dirk Fischer, Stefan Kapp und Dirk Kristen trugen jeweils Remis zum Mannschaftsergebnis bei, wobei das Unentschieden von Kristen als kleine Sensation gelten darf. Sein Gegner Andreas Götz war in dieser Saison bis dato ohne Punktverlust.

Die SG Neukirchen verbesserte sich mit einem Remis in Glauchau zwar auf Platz 2 - um noch realistische Titelchancen zu haben, hätten die Rand-Chemnitzer beim Fünften allerdings gewinnen müssen. "Es war mehr drin, weil Glauchau nicht mit voller Kapelle antreten konnte", sagt Mannschaftsleiter Daniel Erath. Der kampfloses Zähler, den er selbst holte, habe sich psychologisch negativ ausgewirkt. Am Ende hatten die Gäste mit dem 4:4 sogar noch Glück - an den ersten vier Brettern waren die Glauchauer mit drei Siegen klar überlegen. Am nächsten Spieltag treffen Stollberg und Neukirchen im Gipfelduell direkt aufeinander. Schon mit einem Remis ist dem SV Erzgebirge, der vier Punkte Vorsprung hat, der Aufstieg nicht mehr zu nehmen.

In der ersten Bezirksklasse liegt Stollberg II nach einem Unentschieden beim Tabellennachbarn Lichtenstein weiter auf Platz 5 im Mittelfeld. Die zweite Mannschaft aus Neukirchen mischt in der Parallelstaffel dagegen weiterhin kräftig im Aufstiegskampf mit. Bei Kellerkind Ifa Chemnitz II (8.) bog der Tabellenzweite einen 1:2-Rückstand noch in einen 6:2-Sieg um und ist nun punktgleich mit Spitzenreiter Einheit Börnichen. Dieser musste sich daheim gegen den vorherigen Dritten Gornsdorf mit einem Unentschieden begnügen. Die Elektroniker, die auf ihr Spitzenbrett verzichten mussten, fielen auf Platz 5 zurück. Die dritte Stollberger Mannschaft bleibt nach einem 3:5 zuhause gegen Hainichen II (2.) Vorletzter in der 2. Bezirksklasse. "Angesichts zweier kampfloser Sieg ist das eine eher magere Punkteausbeute", so Steffen Hold. (khla)


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