Aufstieg rückt in weite Ferne

Die Männer des TC Lok Aue müssen eine bittere Niederlage verkraften. Mit dem 4:5 gegen Wurzen haben sie die Chance auf die Tennis-Oberliga so gut wie verspielt.

Aue.

Die Euphorie ist groß gewesen, und die Chance war da: Doch der TC Lok Aue bleibt bei den Männern der Altersklasse 30 weiterhin ein Teil der Tennis-Verbandsliga. Die Chance auf den Aufstieg in die Oberliga hat das Team am letzten Spieltag zuhause aus der Hand gegeben - durch eine knappe 4:5-Niederlage gegen den Wurzener TC.

Die Auer unterlagen mit 8:10 Sätzen und 69:73 Spielpunkten. Nach den Einzeln herrschte Gleichstand nach Punkten - 3:3. Für Lok holten Denny Jöchel (6:2/6:2), Michael Geller (6:0/6:2) und Jörg Stiefler (6:4/6:3) jeweils einen Zähler. Uwe Lenk, Enrico Sachadä und Tobias Schöneck dagegen verloren. Mannschaftskapitän Uwe Lenk zeigte sich - wie alle im Team - entsprechend enttäuscht. "Wir haben den Aufstieg in die Oberliga schlichtweg vergeigt. Das trifft es auf den Punkt", sagte er.

Laut Wolfgang Ullrich, Vorsitzender des TC Lok Aue, wäre dies die Möglichkeit gewesen, nach Jahrzehnten mal wieder in einer höheren Liga spielen zu können. Der bisher größte Erfolg der Auer war nach seinen Worten die DDR-Oberliga in den 1980er-Jahren.

Lenk haderte am Sonnabend auch mit seiner eigenen Leistung. "Ich habe keinen richtigen Rhythmus gefunden." Gegen den Wurzener Sven Petter musste er letztlich mit (4:6/3:6) passen. Enrico Sachadä scheiterte ebenso - 2:6 und 1:6 gegen Kvetoslav Havlicek. "Mit ihm hatte ich einen sehr guten Gegner", so Sachadä. "Das Spiel war zwar schön, aber wenn man keine Punkte holt, ist das natürlich ärgerlich." Tobias Schöneck musste sich Chris Smolorz mit 2:6 und 3:6 beugen.

Nachdem die Begegnung in den Einzeln ausgeglichen verlief, mussten die Doppel entscheiden. Doch dabei konnten die Auer durch Denny Jöchel und Michael Geller lediglich einen Punkt holen. Die beiden setzten sich gegen die Wurzener Axel Ullrich und Ingolf Walther mit 2:0 (6:0/6:0) durch. Enrico Sachadä und Jörg Stiefler indes verloren 0:2 (1:6/1:6) gegen Kvetoslav Havlicek und Benjamin Lange. Und auch Uwe Lenk und Tobias Schöneck waren gegen Sven Petter und Chris Smolorz ohne Chance, gaben das Duell mit 0:2 (0:6/4:6) ab.

"Unsere Gegner waren einfach zu stark. Die Wurzener hatten ihre Mannschaft bei uns so gut besetzt wie in der ganzen Saison kein einziges Mal", sagte Uwe Lenk. Die Auer stehen somit auf Platz 2 der Tabelle, weil sie durch ihre Heimniederlage ihren ärgsten Verfolger Bad Lausick vorbeiziehen lassen mussten. "Das größte Problem ist, dass wir zuhause ausgerechnet gegen Bad Lausick verloren haben. Das war der Knackpunkt. Hätten wir dieses Duell gewonnen, wäre der Spielausgang gegen Wurzen egal gewesen", so Enrico Sachadä. Eine Minimalchance bleibt: Bad Lausick spielt diese Woche noch gegen Schlusslicht Dresden-Seidnitz. Sollte der Tabellenführer das Duell wider Erwarten verlieren, würde das den Auern noch zum Aufstieg verhelfen.

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