Auftakt gelingt mehr oder weniger

Ein Remis, ein Sieg und eine Niederlage: Die hiesigen Handballer aus Ober- und Sachsenliga haben die neue Saison unterschiedlich begonnen.

Aue/Schneeberg/Zwönitz.

Seinen ersten Punkt hat der EHV Aue II in der mitteldeutschen Oberliga eingefahren. Im ersten Heimspiel der Saison trennte sich der Aufsteiger 30:30 (13:16) vom HC Bad Blankenburg.

Die Gäste als Meister der Thüringenliga setzten zu Beginn deutlichere Akzente. Sie führten 4:2 und 6:4. Mit Rückraumwürfen nach schnellem Passspiel gelangen Vojta Kozubik und Nico Schneider das 4:4 und 6:6. Danach bekam Aues Defensive mehr Zugriff. Per Doppelschlag erzielte Jan Faith die 11:9-Führung. Zwei Zeitstrafen gegen die Gastgeber nutzte Bad Blankenburg eiskalt für einen 6:0-Lauf zum 15:9 - auch, weil Aue in Unterzahl zu fahrig agierte. Nach dem 13:16 zur Pause stellten die Parkettbesitzer auf eine 6:0-Abwehr um. Licht und Schatten wechselten aber zu häufig. Guten Abstimmungen im Innenblock folgten verlorene Zweikämpfe, die Gegentore provozierten. So blieb der Abstand über 17:20 und 23:26 konstant. Beim 25:26 durch Jonas Leubner, der eine beherzte Partie lieferte, war man auf Tuchfühlung. 24 Sekunden vor Schluss (29:30) nahmen die Thüringer eine Auszeit. Aue in Manndeckung eroberte den Ball. Felix Roth konnte nur per Foul gestoppt werden und verwandelte den fälligen Siebenmeter nervenstark.

Den Frauen des SV Schneeberg missglückte der Auftakt in der Sachsenliga. Zuhause verloren sie mit 22:27 (11:12) gegen den VfB Bischofswerda als Aufsteiger aus der Verbandsliga, der mit nur acht Spielerinnen antrat. Diese jedoch trumpften auf und führten nach sieben Minuten 4:1. Bitter für den SVS: Torhüterin Linda Putzker zog sich in der 6. Minute eine vermutlich schwere Knieverletzung zu. "Wir versuchten, den miserablen Start schnell zu verarbeiten", so Schneebergs Trainer Sascha Thieme. Mit mehr Druck in der Offensive gelang der Ausgleich (4:4/10.). Eine solide Abwehrleistung und die starke Annett Keßler im Tor brachten Sicherheit. "Auch im Angriff spielten wir uns Chancen heraus." Doch viele vergab das Team fahrlässig. Mit einem knappen 12:11 ging es in die Kabine. Es galt, die Wurfquote im Angriff zu erhöhen. Doch das gelang nicht schnell genug. "Wir ließen weiter Möglichkeiten aus und hielten die Gäste im Spiel", ärgerte sich Thieme, wobei sein Team in der 43. Minute 17:14 führte. "Das Polster hätten wir ausbauen müssen." Bis zur 50. Minute beim Stand von 20:20 blieb die Begegnung noch offen. "Gegen Ende hatten nur noch die Gäste das Glück auf ihrer Seite - und wir mit 22:27 das Nachsehen." Aus 64 Angriffen 22 Tore: Das sei zu wenig. "Wir haben das Spiel in der Offensive selbst verloren." Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht. Denn vor dem SVS liegen zwei schwere Auswärtsaufgaben.

Ein Auftakt nach Maß gelang derweil den Sachsenliga-Männern des Zwönitzer HSV. Sie gewannen zuhause gegen die HSG Rottluff/Lok Chemnitz 38:31 (16:12). "Wir finden uns insbesondere in der Offensive immer besser und setzen um, was wir trainieren", so HSV-Trainer Bill Hofmann, der insgesamt zufrieden war. Sein Team zeigte effektiven Angriffshandball und führte nach sieben Minuten 4:1. Dann aber kamen die Gäste besser ins Spiel und schafften immer wieder den Anschluss, ehe sich die Gastgeber in der Defensive fingen und absetzen konnten - bis auf 15:9 (27.) und auf 16:12 zur Pause. Im zweiten Durchgang zog der HSV per Viererpack innerhalb von fünf Minuten auf 20:12 davon. Das konnte die HSG nicht mehr kompensieren, der Faden riss. Zwönitz indes baute die Führung aus - auf 31:21 (47.) und 35:23 (51.). Zum Schluss schlichen sich dann doch einige Fehler ein. Und den Gästen gelang Ergebniskosmetik. (kiw/bral)

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