Auftakt weckt Appetit auf mehr

Obwohl die Drittliga- Männer des VC Zschopau erst kommenden Samstag loslegen, ist am heimischen Netz bereits am Wochenende hochklassiger Volleyball zu erleben gewesen. Dabei gab es gleich drei Gründe zum Jubeln.

Zschopau.

Wo sonst Hunderte Zuschauer den VC Zschopau anfeuern, ist es diesen Samstag nicht ganz so voll und laut gewesen. Da es für die Männer in der Dritten Liga Ost erst in fünf Tagen losgeht, sorgten diesmal zwei andere Mannschaften des VC dafür, dass die Fans schon jetzt in der Turnhalle des Berufsschulzentrums spektakuläre Ballwechsel zu sehen bekamen und letztlich auch jubeln durften. Sowohl die Regionalliga-Damen als auch die in der Sachsenliga spielende zweite Männer-Mannschaft weckten mit ihren Auftritten Appetit auf mehr, zumal beide Teams in ihren Spielklassen ganz vorn mitmischen wollen.

Nachmittags waren zunächst die Männer von Trainer Mathias Ellwart gefordert, der "ein überraschendes, aber schönes Erlebnis" geboten bekam. Gemeint ist damit vor allem der 3:1-Sieg gegen den Krostitzer SV, der sich im Vorfeld der Saison selbst zum Aufstiegsaspiranten erklärt hatte. Wegen des personellen Umbruchs - sechs Abgänge müssen beim VC Zschopau II kompensiert werden - schien diese harte Nuss für die Motorradstädter einige Wochen zu früh zu kommen. Doch Ellwart, der seinem neu formierten Team eine gewisse Eingewöhnungsphase zugesteht, wurde positiv überrascht. "Es war fast immer eng, aber hinten raus hatten wir den längeren Atem", kommentiert Ellwart den 3:1-Sieg. Nur beim 31:33 im dritten Satz hatten seine Schützlinge das Nachsehen, machten dann aber mit 25:23 den Sack zu. "Das hat Kraft gekostet", sagt der Coach und spielt damit auf den folgenden 3:2-Erfolg gegen den mutigen Aufsteiger VV Zittau an. Dort lagen die Gastgeber schon mit 0:2 Sätzen hinten, ehe sie laut Ellwart "doch noch die Schlüssel fanden". Der Coach sieht zwar noch viel Luft nach oben, freut sich aber über das getankte Selbstvertrauen.

Ähnlich stolz auf seine Mannschaft war Damen-Trainer Stefan Thormeyer. Zwar sei das 3:0 gegen den Dresdner SC II nicht mehr als ein Pflichtsieg gewesen, doch beeindruckten die VC-Spielerinnen ihren Coach mit Leistung. "Nachdem wir im Pokal da noch einige Schwächen gezeigt haben, hat sich unsere Annahme stabilisiert", stellt er zufrieden fest. Positiv wirke sich dabei aus, dass Thormeyer auf dieselbe Formation setzen kann. Auch die Arbeit des Mittelblocks und die Kommunikation stimmen den Trainer optimistisch: "Es wird viel miteinander gesprochen." Beim 25:18, 26:24 und 25:20 war in Sachen Aufschlag und Außenangriff erst mit fortlaufender Spieldauer eine Steigerung zu erkennen, doch Thormeyer sieht sein Team für das am Samstag anstehende Spitzenspiel in Markkleeberg gerüstet: "Wir haben in zwei Partien noch keinen Satz abgegeben, auch das spricht für die Stabilität."

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