Aussichtslos bereits zur Pause

Die Sachsenliga-Handballer des Zwönitzer HSV haben in Meerane einen Tag zum Vergessen erlebt. Die Frauen gingen beim gleichen Gegner ebenfalls leer aus, präsentierten sich aber deutlich besser.

Zwönitz.

Mutlos, kraftlos, ideenlos: Schon im Hinspiel hatten die Sachsenliga-Handballer des Zwönitzer HSV gegen den HC Glauchau/Meerane alles andere als eine Glanzleistung abgeliefert und waren mit 26:36 als Verlierer vom Parkett gegangen. Dass sich Geschichte manchmal eben doch wiederholen kann, zeigten die Erzgebirger nun im Rückspiel. Schon zur Pause quasi geschlagen, stand am Ende ein 24:33 auf der Anzeigetafel.

Die Ursachen waren schnell gefunden. "In der Abwehr haben wir nicht mutig nach vorn verteidigt, sondern uns hinten rein drücken lassen", sagte HSV-Trainer Frank Riedel. Im Angriff habe hingegen die Geduld gefehlt. "Da schließen wir einfach zu schnell und unvorbereitet ab", sagte er. Die Gastgeber, in der Tabelle auf Platz 3 zu finden, nutzten die Defizite der Gäste gnadenlos aus und bauten die frühe 1:0-Führung Tor um Tor aus. Nach einer Viertelstunde stand es bereits 11:4, zur Halbzeit 19:8. "Da gab es keine Zweifel mehr, wer als Sieger von der Platte marschieren würde", sagte Vereinschef Ralf Beckmann. Immerhin zeigten die Erzgebirger im zweiten Durchgang Moral und verhinderten, dass sich der Rückstand noch weiter vergrößerte. Vielmehr konnte das Team den Abstand sogar um zwei Tore verkürzen. Ob der klaren Verhältnisse wechselten beide Trainer im Verlauf des zweiten Durchgangs munter durch. Die Gastgeber bleiben infolge des Sieges am Spitzenduo Aue II und Görlitz dran. Zwönitz ist weiterhin Achter und hatte Glück im Unglück - die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, Neudorf/Döbeln und Riesa/Oschatz, verloren ebenfalls.

Die Zwönitzer Frauen, mussten sich eine Etage tiefer beim gleichen Gegner ebenfalls geschlagen geben. Mit 23:17 hatten die Meeranerinnen die Nase vorn, die mit dem Erfolg die Mölkauer Haie wieder von der Spitze der Verbandsliga verdrängten. Trotz der Pleite zeigten die Zwönitzerinnen eine weitaus bessere Leistung als ihre männlichen Kollegen - und das, obwohl sie unter schwierigeren Voraussetzungen den Weg nach Westsachsen antreten mussten. Infolge eines Parallelspiels der zweiten Mannschaft sowie studienbedingt war die Ersatzbank nahezu leer gefegt.

Gerade zu Beginn präsentierten sich die Gäste aber stark und ließen die Meeranerinnen kaum zur Entfaltung kommen. Der Lohn war eine Drei-Tore-Führung nach 24 Minuten. Im Anschluss allerdings mussten die HSV-Frauen ihrem Anfangstempo etwas Tribut zollen, und die erfahrenen Gastgeberinnen drehten noch vor der Pause das Spiel. Nachdem die Gäste den Beginn der zweiten Hälfte dann aber komplett verschliefen und Glauchau/Meerane binnen sieben Minuten auf 18:11 davonzog, war das Spiel gelaufen - auch wenn Zwönitz noch verkürzen konnte. In der Tabelle steht für die HSV-Frauen weiter Platz 9 zu Buche.

Statistik Männer: Kerner, Treuter; Brecko (1), Treitschke, Anger (1), Fritsch, Hartenstein (3), Langer (2), Becher (1), Kotesovec (2), Schlömer (2), Löbner (12/2); Frauen: Wetzel, Wolf; Mosel (2/1), M. Kaulfuß (1), Haunschild (8), Riedel, L. Kaulfuß (4), Viehweger, Hartenstein (2)

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