Bärenstarke Abwehr legt Grundstein für Derbysieg

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Handball, 2. Bundesliga: Aue fertigt Dresden an der Elbe mit 29:21 (10:7) ab

Aue.

Nur vier Stunden Schlaf sind Kevin Roch nach dem Derby beim HC Elbflorenz Dresden vergönnt gewesen. "Aber das ist egal", sagte der Mannschaftskapitän von Handball-Zweitligist EHV Aue am Donnerstagmorgen. Da war der Sozialarbeiter schon wieder auf dem Weg zur Arbeit. Der Erfolg vom Vorabend machte seine Müdigkeit ein Stück weit vergessen. Mit 29:21 (10:7) behielt Aue in Sachsens Landeshauptstadt am Mittwoch die Oberhand.

Entsprechend ausgelassen war die Stimmung bei der Heimreise im Bus. "Und in der Nacht war unser kleiner Sohn ein wenig unruhig", so Roch. Für den Schlafmangel entschädigte den 31-Jährigen der vierte EHV-Sieg in Folge jedoch allemal. So erlebt sein Team derzeit einen mehr als soliden Wiedereinstieg nach der WM-Pause - trotz des knüppelharten Programms von jeweils sechs Duellen im Februar und März. Es zählt nichts: Schon diesen Sonntag geht es für Aue (7./19:13) zuhause ab 15 Uhr gegen Ferndorf (16./11:21) weiter. "Bis dahin müssen wir die Wunden lecken und wieder fit werden", sagt der Linksaußen, der mit Blick auf den Auftritt in Dresden die Defensive besonders lobte. "Wir haben eine Bombenabwehr aufs Parkett gestellt - mit erneut wirklich starken Torhütern. Das hat uns den Rücken freigehalten. Dafür sprechen die gerade mal sieben Gegentore in der ersten Halbzeit."

Das sei der Grundstein für den Erfolg gewesen. "So konnten wir uns in der Offensive sogar den einen oder anderen Fehler leisten", so Roch. Allerdings nahm die Partie nach einem torarmen ersten Durchgang in der zweiten Hälfte mehr Fahrt auf. Die meisten Treffer gelangen am Ende dem Ex-Dresdner Adrian Kammlodt, der sechsmal einnetzte. Dabei waren die Gäste durchaus gewarnt, denn die Elbestädter hatten zuvor ebenfalls dreimal in Folge gewonnen. Der HC steht auch nach dem Sachsenderby noch vor Aue auf Rang 4 (22:16), hat allerdings drei Partien mehr auf dem Buckel.

Nicht zuletzt war der Sieg eine Frage der mentalen Einstellung, sagt Roch. "Unser Trainer hat uns geraten, dass wir nicht zu viel auf den Gegner schauen, sondern uns lieber auf unsere Stärken und unser Spiel konzentrieren sollen." Scheinbar eine gute Strategie, die diesen Sonntag auch gegen Ferndorf der Schlüssel zum Erfolg sein kann.

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