BC: Wieder vorn mitmischen

Das Wort Aufstieg nehmen die Stollberger Badmintonspieler vor Beginn der neuen Bezirksklasse-Saison nicht in den Mund. Dabei bringt der Verein, der daran im Vorjahr nur knapp gescheitert war, erneut ein starkes Team aufs Parkett.

Maik Hänig gehört zu den bewährten Stammkräften beim BC Stollberg-Niederdorf.

Von Jürgen Werner

Dramatischer hätte es seinerzeit kaum noch zugehen können. Im Kampf um den letzten freien Platz in der kommenden Sachsenliga hatten die Spieler des Badminton-Clubs Stollberg-Niederdorf der SG Meerane ein Unentschieden abgetrotzt. Doch was im Ligabetrieb ein Punkt gewesen wäre, reichte im Relegationsduell nicht. Die Stollberger brachten über die gesamte Spielzeit hinweg fünf Bälle weniger im gegnerischen Feld unter als der Kontrahent.

Wenn die neue Saison am 8. und 9. September beginnt, werden die Erzgebirger deshalb erneut in der Sachsenklasse antreten. Ob vor dem Hintergrund des knappen Scheiterns nicht von vornherein das Ziel Aufstieg proklamiert werden sollte, diese Frage stellt sich fast automatisch. Marcus Gundermann, der stellevertretende Vorsitzende und gleichzeitig Mitglied des Ligateams, will den Ball aber lieber flach halten. "Wir wollen natürlich wieder vorn mitmischen und gehen davon aus, mit dem Kampf gegen den Abstieg nichts zu tun zu haben", sagt er. Den absoluten Topfavoriten wie DHfK Leipzig II in der vergangenen Saison gebe es diesmal nicht, dafür aber einen Kreis aus mehreren Teams, die alle für den Spitzenplatz in Frage kommen würden. "Ich erwarte eine unheimlich ausgeglichene Liga." Namentlich nennt Gundermann insbesondere die dritte Vertretung des DHfK, die, obwohl gerade erst aus der Bezirksliga aufgestiegen, erneut für Furore sorgen könne. "Wenn eine Mannschaft des DHfK in irgendeiner Liga auftaucht, dann zählt diese automatisch zu den Mitfavoriten", sagt Gundermann etwas zuspitzend. Der Grund: "Leipzig ist eine Unistadt mit einer sportwissenschaftlichen Fakultät. Da gibt es einen stetigen Zufluss an Talenten", sagt er. Zu beachten sei zudem der Absteiger aus Zwenkau - auch wenn dieser in der vergangenen Saison keinen Sieg eingefahren und nur einen Punkt geholt hat. "Die haben gute Spieler, insbesondere was die Herren betrifft."

Apropos Spieler: Der BC-Stollberg-Niederdorf ist auch in der kommenden Saison ein Ausbund an personeller Konstanz. Abgänge gibt es nicht zu verzeichnen, Neuzugänge ebenfalls nicht. Den festen Stamm der Mannschaft bilden auch in Zukunft Maik Hänig, Robert Helbig, Christian Kupfer und Marcus Gundermann sowie Franziska Hilmer, Franziska Meier und Karolin Schäfer. Allerdings soll mit Jonas Lorenz ein Eigengewächs zunehmend Spielpraxis erhalten. "Er ist inzwischen auf dem Niveau angekommen, das für die Sachsenklasse notwendig ist", sagt Gundermann, der sich schon auf den Saisonauftakt freut. Denn gleich am ersten Spieltag ist Derbyzeit, muss seine Truppe beim anderen Altkreis-Vertreter in Niederwürschnitz ran. "Die haben auch eine starke Mannschaft, die am Ende in der vorderen Hälfte platziert sein sollte", so Gundermann.

Das hofft auch TSV-Urgestein Frank Mothes, der die vergangene Saison seiner Niederwürschnitzer durchaus kritisch sieht - die Mannschaft würde Fünfter von acht Teams. "Da konnten wir nicht an die Glanzzeiten der vergangenen Jahre anknüpfen", sagt er. In der kommenden Saison, so Mothes weiter, werde sich erweisen, "ob unsere kontinuierliche Aufbauarbeit wieder Früchte trägt".

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