Bei Challenge tausende von Kilometern absolviert

Schwimmer des FCE Aue weisen Solinger ganz knapp in die Schranken

Aue.

Corona erfordert Kreativität, auch bei Sportvereinen. Deshalb haben die Schwimmer des TSV Solingen und die des FC Erzgebirge Aue am 9. Mai eine besondere Challenge gestartet, die am Sonntagabend endete. "Da der internationale Stadtwerke-Solingen-Cup in diesem Jahr ausgefallen ist, wollten wir unsere Sportler auf andere Weise nach dem wochenlangen Heimtraining ohne Wasser motivieren", sagt der sportliche Leiter der Abteilung Schwimmen beim FCE, Philipp Epperlein. Unter Motto "Jeder Kilometer zählt" sollten die Aktiven sich aufs Rad schwingen, Inliner anziehen, wandern, joggen oder walken gehen. Selbst ein Spaziergang konnte in die Gesamtkilometerzahlen einfließen. Seitens des FC Erzgebirge Aue wurden zirka 100 Teilnehmer gezählt, die 8542 Kilometer zurücklegten. Damit hatten die Erzgebirger genau 21 Kilometer mehr als die Solinger und konnten den Sieg feiern.

In die Wertung flossen ausschließlich Mitglieder ein. Mit sechs Jahren war Florentine Grunert aus Lauter die jüngste Teilnehmerin des FCE. Die 60-jährige Steffi Frenzel, die damit die älteste Teilnehmerin war, steuerte 90 Kilometer bei. Epperlein ist vom neu erwachten Wir-Gefühl begeistert: "Wir alle schaffen etwas, was vorher sicher niemand erwartet hat. Das gibt Hoffnung, dass wir diese Krise gut überstehen können und weitere große Projekte angehen können."

Ein erster wesentlicher Schritt ist, dass in Sachsen wieder Athletiktraining möglich ist. "Allerdings haben wir es noch nicht geschafft, für alle Gruppen passende Trainingszeiten zu organisieren", bedauert Epperlein. Das Freibad sei leider keine Alternative. "Die Freibäder in der Region sind einfach zu kalt. Wenn man vernünftig trainieren will, sind mindestens 24 Grad Wassertemperatur erforderlich", so der Epperlein. "Wir würden uns wünschen, dass es für Sportvereine eine Sonderregelung gibt. Wir haben ein konkretes Konzept erarbeitet", sagt der sportliche Leiter. Dieses sieht eine Reduzierung in den Trainingsgruppen vor. "Wir wären nur etwa 30 Leute in der Halle. Das Training könnte zeitversetzt stattfinden, sodass in Duschen und Umkleiden kein direkter Kontakt entstehen würde", so Epperlein. Zudem wären natürlich - für den Fall der Fälle - alle Trainingsteilnehmer namentlich bekannt.

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