"Bei Marga klappt das"

Das Reitturnier in Wiesa ist seit Jahrzehnten eine Institution. Diesmal haben das auch Leute aus "fernen Ländern" erlebt.

Wiesa.

Geschafft. Marga Schulze ist zufrieden, als sie in Plattenthal die 42. Auflage des Wiesaer Reit- und Springturniers Revue passieren lässt. Vor allem das Lob von Neulingen, die wegen der besonderen Situation aus sonst in Wiesa nicht startenden Vereinen kamen, stimmte die Cheforganisatorin zufrieden. "Es war aber auch ein wirklich wunderschönes Turnier. Alles lief reibungslos, kein Unfall. Manche, die das erste Mal bei uns in der Dressur und im Springen am Start waren, haben sogar spontan etwas für den Verein gespendet", fügte sie glücklich an.

Sehr überrascht seien etwa Teilnehmer aus Brandenburg und Bayern gewesen. "Vor allem über die erzgebirgischen Schön- und Besonderheiten haben sie gestaunt", betonte Marga Schulze. Komplimente verteilte auch Andreas Kahl. Der Zweifachsieger vom RV Thum, ohnehin ein treuer Teilnehmer in Wiesa, fand auch diesmal kein Haar in der Suppe. "Bei Marga klappt das, sportlich und allgemein. Das geht schon in der Meldestelle los. Ich habe auch von Fremden nicht ein schlechtes Wort gehört", so der 63-Jährige, der zufrieden heimkehren durfte.

Dies gilt ebenfalls für Claudia Lange vom RV Seifersdorf und Lina Michalik vom RV Börnichen. Zu ihren Siegen gesellen sich noch die Titel als Erzgebirgsmeister im Springen beziehungsweise in der Dressur für die Ü 35. Ansonsten sah die Cheforganisatorin in Bezug auf die Vertreter der erzgebirgischen unter den 97 angereisten Vereinen keine Ausreißer - nach oben nicht und nach unten auch nicht. "Ein ordentliches Niveau, wie wir es aus vergangenen Jahren kennen", urteilte die Expertin. Einen hob sie dennoch hervor - Sprecher Thomas Vos: "Er erklärt auch den Laien, um was es geht."

Aufgefallen war einigen, dass viele Jugendliche und darunter wieder mehr Mädchen als Jungen auf den Pferden saßen. "Wir freuen uns, wenn es der Jugend gefällt", begründete Marga Schulze. Offensichtlich fruchtet das, denn nicht nur einmal war zu hören, dass Reiten Spaß macht und Abwechslung in den Alltag bringt. Auch die Liebe zu den Vierbeinern spielt eine Rolle. "Ich mag Pferde gern", verriet Lilly Bur. Die Zwölfjährige hatte ihren Dressurritt auf "Golden Sun 12" gerade hinter sich und war zufrieden. Das Pferd hat die Rochlitzerin seit 2016, doch schon mit drei Jahren saß sie auf einem Pony. Und was Wettbewerbe angeht: "Ich bin dabei immer aufgeregt", so das Mädchen vom RFV Seelitz. (mit lomü)

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