Bergpreis sprengt alle Rekorde

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So viele Starter wie nie - 140 an der Zahl - haben das Classic-Rennen in Bockau unter die Räder genommen. Dabei zogen farbenfrohe und betagte Mobile die Blicke auf sich.

Bockau.

Die 15. Auflage geht als Rekord in die Geschichte des Bockauer Bergpreises ein: 140 Teilnehmer haben das Classic-Rennen am Sonnabend zu etwas ganz Besonderem gemacht. So waren bei den zwei Gleichmäßigkeitswettbewerben - kombiniert mit Rundfahrten durchs Erzgebirge und Sonderläufen historischer Rennmaschinen - 85 Autos, 35 Motorräder und 20 Rennmaschinen am Start. Laut Klaus Müller, Leiter der Interessengemeinschaft Bockauer Bergpreis, sprengte diese Zahl alles Vorherige.

"Es war überwältigend. Wir haben schon bei der Anmeldung gemerkt, dass sich die Leute nach zwei düsteren Coronajahren wieder nach so einer Veranstaltung sehnen", sagte Müller über die Rekordbeteiligung am Start und an der Strecke. "Einfach toll", so der 68-Jährige, der fürs kommende Jahr die 16. Auflage in Aussicht stellte. "Weil wir für die Bockauer und fürs Erzgebirge etwas bieten wollen."

Die Tradition reicht weit zurück. Wettbewerbe dieser Art wurden schon von 1925 bis 1929 ausgetragen. Später war der 1. Auer MSC von 2003 bis 2008 der Ausrichter, ehe die IG Bockauer Bergpreis das Zepter übernahm. Oldtimerfans aus nah und fern sind dankbar, dass es dieses "Schaulaufen" noch gibt.

Lothar Lässig war am Sonnabend mit einem Ford A des Baujahrs 1930 unterwegs. "Als Bockauer muss man einfach mitmachen", sagte der Unternehmer. Er freue sich auf Fachsimpeleien und den sportlichen Vergleich bei den Gleichmäßigkeitsprüfungen. Kurz vorm Parcours an der Talsperre Sosa, der beim zweiten Mal möglichst auf den Punkt der ersten Zeit zu fahren war, sagte der ehemalige Ringer schmunzelnd: "Um den Ford A zu lenken, braucht man schon etwas Kraft, so ganz ohne Servo. Aber ich sehe das als Training." Seinen Skoda Felicia Cabrio von 1961 brachte Lutz Zulauf aus Affalter an den Start. "Es ist immer ein Erlebnis, zumal das Cabrio eine gewisse Lebensfreiheit vermittelt." In seiner Frau Ingrid habe er eine sehr gute Co-Pilotin, sagte der Erzgebirger. "Sie hat mich im Vorfeld sogar zum Training animiert." Fürs Podest reichte es dennoch nicht. Kein Beinbruch für das Paar. "Uns ist der Spaß am wichtigsten." Mit einem Fiat 500L von 1970 wartete Rico Martin aus Bad Schlema auf. Sein Herzblatt Diana saß neben ihm. "Bei uns ist es die Liebe zu alten Fahrzeugen, die uns reizt." Als Blickfang erwies sich der pinkfarbene VW Jetta von Cathleen und Lucy Friedel. Die Schwestern aus Bockau traten als Titelverteidigerinnen an, zahlten diesmal Lehrgeld. "Das Ergebnis ist niederschmetternd, aber nicht zu ändern. Dann gewinnen wir eben beim nächsten Mal wieder." Ihren Jetta pflegen sie sorgsam und holen ihn ausschließlich zum Bergpreis raus.

Die Gesamtsieger der 15. Auflage waren indes auf zwei Rädern unterwegs: Platz 1 ging an Günter Döhler aus Stangengrün auf MZ TS 150 - gefolgt von Vincent Herrmann aus Bockau auf einer Simson S 50 sowie André Wappler aus Lauter-Bernsbach auf einer MZ TS 250/1.

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