Beste Liga-Abwehr ist nicht zu knacken

Nach sechs Siegen in Folge hat es für Marienbergs Landesklasse-Kicker diesmal nicht für einen Dreier gereicht. Die Konkurrenz konnte dies nutzen.

Marienberg.

Im Kampf um die Tabellenspitze der Fußball-Landesklasse West haben die Marienberger einen Dämpfer hinnehmen müssen. Da für den Tabellendritten gegen Germania Chemnitz nur ein torloses Remis heraussprang, beträgt der Rückstand auf Rabenstein (1.) und Fortuna Chemnitz (2.) nun fünf beziehungsweise vier Punkte. Die beiden Spitzen-Teams, die kommendes Wochenende direkt aufeinandertreffen, gewannen ihre Partien.

FSV Motor Marienberg gegen TSV Germania Chemnitz 0:0. Obwohl es am Ende nicht zum erhofften Sieg reichte, machte Ronny Rother seiner Mannschaft keinen Vorwurf. "Die Jungs haben alles reingehauen. Aber es gibt solche Tage, an denen der Ball einfach nicht über die Linie will", so der Motor-Trainer. Nicht umsonst stelle Germania mit erst 17 Gegentoren in nun 25 Spielen die beste Abwehr der Liga. "Der Gegner war defensiv sehr gut organisiert und präsent in den Zweikämpfen", berichtet Rother. Nach vorn fiel den Gästen allerdings bis auf lang geschlagene Bälle wenig ein, sodass zumeist die Marienberger im Ballbesitz waren. Trotz aller Bemühungen fehlte dabei jedoch die zündende Idee. So entstand die größte Gefahr durch Fernschüsse - wie in der ersten Halbzeit, als der Chemnitzer Keeper ein Knaller von Schreiter nur prallen lassen konnte, den Nachschuss von Werner dann aber stark hielt. Ähnlich erging es Wagner kurz vor dem Ende. Dass Motor mit dem einen Punkt leben konnte, lag auch daran, dass die Gäste kurz vor der Pause die beste Chance des Spiels hatten, als sie zu zweit auf Marienbergs Keeper Grabowski zuliefen, dieser jedoch parierte.

BSV Gelenau gegen ESV Lok Zwickau 1:4 (0:3): "Ohne uns wären die Zwickauer wohl torlos geblieben", sagt Thomas Kersten. Hätte sein Abwehrspieler Singer keinen rabenschwarzen Tag erwischt, dreimal das Leder in der Gefahrenzone vertändelt und einmal falsch distanziert, wer weiß. "Unsere Gegner waren schon frustriert, weil immer ihr letzter Pass hängen blieb. Sie waren wohl etwas zu selbstsicher", so der BSV-Trainer, dessen Elf wegen der individuellen Fehler dennoch mit einem 0:3 in die Pause ging. "Wir haben gemauert, was sollten wir anderes tun. Das haben wir insgesamt ganz gut gemacht. Offensiv war es erschreckend, in Hälfte zwei dann etwas besser", sagt Kersten, der mit einem Pass auf Kolditz das 1:4 einleitete, das Desczyk mit einem Schuss ins kurze Eck markierte. "Wenigstens haben wir uns nicht blamiert, obwohl der Gegner gefühlt 99 Prozent Ballbesitz hatte." (mit mas)

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