Biker meistern elf Stationen

Die Siege der Trailtrophy auf dem Rabenberg sind nicht an Erzgebirger gegangen. Dennoch waren die Mountainbiker aus der Region sehr zufrieden.

Breitenbrunn.

Wer bei der Trailtrophy auf dem Rabenberg in Breitenbrunn startet, der weiß, dass er ordentlich in die Pedale treten muss. Nicht nur die Transferpassagen - also die Fahrten von Stage zu Stage - haben es in sich, sondern speziell die Wertungsabschnitte. "Sie sind technisch nicht sehr anspruchsvoll, dafür erfordern sie jede Menge Kondition", sagt Toni Fabian aus Zschopau. Unter den Mountainbikern hat sich das längst herumgesprochen. Denn das Rabenberg-Plateau ist eher flach, was sich natürlich auch auf den Trails zeigt. Wer dort gute Zeiten fahren will, der muss zwischendurch auf den ebenen Flächen oder am Gegenanstieg ordentlich Gas geben. Wer es nur rollen lässt, hat keinerlei Chance auf vordere Plätze.

Elfmal mussten die 214 Starter am Wochenende Konzentration zeigen und um wertvolle Sekunden kämpfen. Da Veranstalter Thomas Schlecking die vorhandenen Trails nutzen musste, blieb nicht viel Spielraum für Veränderungen. Trotzdem bemühen sich Schlecking und sein Team jedes Jahr, um spannende Strecken zuammenzustellen. Nach der elften Station der Hitzeschlacht vom Sonnabend gab selbst Toni Fabian, der auf Rang 25 einkam, zu: "Extrem anstrengend." Auf dem Rabenberg lagen die Temperaturen jenseits der 25 Grad Celsius. Der Mann vom Team Shred-Erz fand es aber cool, dass die Trailtrophy stattfinden konnte: "Es läuft etwas verhaltener als sonst, aber es ist endlich mal wieder ein kulturelles und sportliches Angebot." Er freute sich, viele Bekannte wiederzusehen.

Dazu gehörte auch Markus Guhr, der extra aus der Schweiz angereist war. "Ich komme ursprünglich aus Dresden", sagte der 34-Jährige. Die Arbeit habe ihn ins Nachbarland verschlagen. Die Anreise in seine sächsische Heimat nahm er gern in Kauf. "Es ist doch alles ausgefallen. Ich wollte endlich wieder ein Rennen fahren und mich mit Kumpels treffen." Auch Guhr fand es super, dass die Trailtrophy unter den schwierigen Bedingungen durchgezogen wurde - wenngleich er von den strengen Regeln, die mit Corona einhergehen, nichts hält. "Ich bin skeptisch", gibt der Fünfzehnte des Wettbewerbs zu Protokoll. Die Strecken auf dem Rabenberg nennt er "echt brutal, technisch easy, aber in Kombination sehr anstrengend".

Für Marc Schubert aus Dittmannsdorf war es der dritte Start zur Trailtrophy. 2019 war er schon einmal auf dem Rabenberg dabei. Zudem fuhr er in diesem Jahr im Harz. "Ich versuche 2020 die Serie durchzufahren", so Schubert. Die Trailtrophy sei einfach bestens organisiert. "Es ist alles super ausgeschildert. Ich habe da schon ganz anderes erlebt. Die Zeitnahme funktioniert auch - was will man mehr", so Schubert, der als 47. ins Ziel kam.

In diesem Jahr stand vieles unter dem Eindruck von Corona. So herrschte an Start und Ziel sowie im Zelt eine Mund-Nasen-Masken-Pflicht. Zudem wurden die Startgruppen halbiert. Statt zwölf Teilnehmern gingen immer nur sechs gemeinsam auf Tour. Gewonnen haben Lena Arndt (Team Raaw Mountain Bikes) und Tim Schüz (Team Ibis Fidlock Racing & Friends). Alle Resultate gibt es im Internet. www.trailtrophy.eu/ergebnisse

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