Bis zur Mettenschicht soll lila-weiße 10.000er-Marke fallen

Zu den 7700 Mitgliedern des FC Erzgebirge Aue sollen bis Jahresende noch mindestens 2300 hinzu kommen. Ab sofort rührt der Fußball-Zweitligist für dieses Ziel fleißig die Werbetrommel.

Aue.

Die Große Kreisstadt Aue-Bad Schlema zählt rund 20.500 Einwohner. Geht es nach dem FC Erzgebirge Aue, sollte zumindest rein rechnerisch jeder Zweite Mitglied bei den Veilchen sein. Das Ziel ist gesteckt: Bis zur Mettenschicht, also bis zum letzten Spiel des Jahres, will der Verein die 10.000er-Marke knacken. 7700 Mitglieder sind es aktuell.

Letztere kommen freilich nicht nur aus Aue. Die Strahlkraft des Fußball-Zweitligisten reicht ins Erzgebirge - und sogar darüber hinaus bis auf andere Kontinente. Nun will der Verein zulegen. Daher läuft seit dem jüngsten Heimspiel am Sonntag gegen Osnabrück eine Werbeaktion. Bereits vor der Partie waren Nachwuchsspieler des FCE im Erzgebirgsstadion unterwegs und verteilten Mitgliedsanträge. Unter anderem standen sie am Eingang im Familienblock, im Fanshop sowie an der Haupttreppe und an der Südtribüne. 34 junge Veilchen-Kicker aus unterschiedlichen Mannschaften rührten die Werbetrommel für eine Mitgliedschaft. "Auch die Abteilungen Billard, Volleyball und Ringen waren aktiv", sagt Mandy Kunze vom FCE, die die Aktion koordiniert. Sie bestätigte jetzt, dass seit dem Wochenende knapp 100 neue Anträge eingegangen sind.

Bei den Fans blieb die Aktion nicht unbemerkt. So machte während der Halbzeitpause ein Video auf der Leinwand darauf aufmerksam. Auch Stadionsprecher Mario Dörfler sprach das Ganze mehrfach an. Anreiz: Wer beitritt, erhält ein Originaltrikot mit der Zahl 46 als Verweis auf das Gründungsjahr des Vereins zum günstigeren Preis. "Den Namen unter der Zahl kann sich jeder aussuchen", sagt Mandy Kunze und ergänzt: "Dazu ist die Vorlage der Mitgliedsnummer nötig."

Andreas Fritzsch aus Schlettau findet das Ziel, die 10.000er-Marke zu knacken, zwar sehr gut. "Es war ja überall im Stadion Thema. Mitglied werde ich deswegen aber nicht", sagte er. Ganz anders reagierte Katrin Schmidt. "Für mich ist das ein Grund, darüber nachzudenken. Eine solche Mitgliederzahl würde den FCE weiter stärken", so die Bockauerin. Paul Schmidt sieht es ähnlich. "Nach dem Abstieg haben die Auer schon mal ordentlich zugelegt. Warum soll das nicht erneut klappen?" Uwe Stübner von den Veilchen-Bikern hält das Vorhaben für ehrgeizig. "Wir sind wirtschaftlich und strukturell nicht die stärkste Region. Jeder kann seinen Euro nur einmal ausgeben." Wie er ist eines seiner Enkelkinder schon länger FCE-Mitglied. "Aber ich habe ja noch zwei Enkel. Da wäre ein Antrag wiederum eine Überlegung wert." Mario Rothe hofft, dass die Lila-Weißen die 10.000 knacken. "Dadurch wird der Zusammenhalt noch größer", glaubt der Bockauer und hat ohnehin das Gefühl, dass die Besucherzahlen bei den Heimspielen steigen. "Die Stimmung ist immer bestens."

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