Bitteres Saisonfinale endet mit Abstieg

Ringen, Regionalliga: Lugauer Sieg fällt Regularien zum Opfer - Zwei Leistungsträger verlassen den Verein

Lugau.

Die erhoffte Versöhnung mit der Saison ist für die Ringer des RV Eichenkranz Lugau ausgeblieben. Stattdessen endete sie mit einem Desaster. Der Tabellenletzte der Regionalliga schlug am letzten Kampftag zuhause den Vorletzten aus Potsdam klar und deutlich - in einem Kampf, der letztlich ein Muster ohne Wert war. Weil die Gastgeber einen Regelverstoß begingen, hieß es am Ende 0:36 anstelle von 23:10. Und statt sogar noch auf Platz 8 zu klettern, behielten sie die Rote Laterne. Damit verbunden ist das Abstiegsrecht, das die Lugauer nun nutzen wollen. "In der kommenden Saison", sagt Trainer Jan Peprny, "werden wir in der Landesliga antreten."

Passiert war am Samstag vor Kampfbeginn Folgendes: Die beiden Polen in Reihen der Eichenkränze, Robert Dobrodziej und Krzysztof Sadowik, trafen erst wenige Minuten vor dem Beginn des Wiegens in Lugau ein. Der eine, Sadowik, brachte zudem ein Kilo Übergewicht aus der Heimat mit. "Deswegen musste ich ihn ins Superschwergewicht hochstufen und eine neue Wiegeliste schreiben", so Peprny. Doch bevor er diese fertigstellen konnte, sei mit dem Wiegen bereits begonnen worden - Kampfrichterin Saskia Buchwald habe "keinerlei Kulanz" gezeigt. Die Folge: Mit Dobrodziej erschien der erste Lugauer zu spät auf der Waage und wurde somit disqualifiziert. Da die Gastgeber aber mit Valentino Weber einen weiteren Sportler mit Übergewicht und zudem eine Gewichtsklasse unbesetzt hatten, bedeutete dies die Disqualifikation der gesamten Mannschaft. Einer Mannschaft, die auf der Matte anschließend zeigte, was sie eigentlich drauf hat. Allein vier Schultersiege bekamen die Zuschauer in der voll besetzten Halle an der Sallauminer Straße zu sehen. Robert Dobrodziej, Marco Scherf, Toni Peprny und Anton Vieweg machten auf diese Weise kurzen Prozess mit ihren Gegnern, auch Sadowik und Tim Hamann gewannen ihre Vergleiche deutlich.

In der kommenden Saison dürfte die Mannschaft nun zerfallen. Jan Peprny spricht von einem "Neustart mit unserem Nachwuchs". Zu dem gehören eigentlich auch Hamann und Vieweg, die nun nach neuen Herausforderungen streben. Die Abgänge der beiden Leistungsträger stehen fest. Tim Hamann wird wohl zum Lokalrivalen nach Thalheim wechseln, auch wenn die offizielle Bestätigung seitens des RVT noch aussteht. Anton Vieweg wird mit dem RSK Gelenau in Verbindung gebracht. (jüw)

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