Blau-Weiß schläft eine Halbzeit

Fußball-Erzgebirgsligist Schwarzenberg macht daheim aus einem 0:3 noch ein 3:3. Bermsgrün holt drei Zähler in einem nicht alltäglichen Auswärtsspiel.

Aue/Schwarzenberg.

Ein wahrhaft aufregendes Duell hat sich der FSV Blau-Weiß Schwarzenberg in der Fußball-Erzgebirgsliga daheim mit dem FSV Zschopau/ Krumhermersdorf geliefert. 3:3 (0:3) stand es am Ende. "Irre", so René Uhle, Trainer der Gastgeber. Zu Beginn war seine Elf gedanklich stets zu spät, verlor jeden Zweikampf. Ergebnis: Die Gäste führten rasch (10.) und erhöhten schon in der 22. Minute. Denn dritten Gegentreffer kassierte Blau-Weiß in der 32. Minute. "Fast hätte es noch das vierte Mal gescheppert", so Uhle, dessen Elf erst kurz vor der Halbzeitpause besser in Tritt kam. "Mit der Einwechslung von Chemajlstaf Kameraj erhielt unser System Ordnung." Constantin Beck scheiterte am Pfosten, auch Frank Mußmacher ließ eine Chance aus.

In der Pause sagte Uhle in der Kabine nicht viel. Doch nach Wiederanpfiff waren die Hausherren voll da. Das 1:3 (58.) gelang Falk Schönrock nach einer Ecke. Acht Minuten später setzte sich Kaltrim Rama toll durch und zog zum 2:3 ab. Uhle: "Ein herrlicher Treffer." Den Ausgleich (85.) erzielte Beck nach Chancen im Minutentakt. "Schönrock hatte sogar noch die Führung auf dem Fuß, doch der Ball flog nur wenige Zentimeter übers Tor hinweg", sagte der Schwarzenberger Trainer, der am Ende zufrieden war. "Meine Jungs verdienen ein großes Kompliment. Sie haben zwar Hälfte eins verpennt, aber dann kamen sie zurück und bewiesen gegen einen starken Gegner echt Moral." Es sei ein überragender zweiter Durchgang gewesen.

Schwarzenberg: Salzer; Rumberger, Reh, Schönrock, Eschebach (80. Jahn), Beck, Lissel, Gläser, Rama, Mußmacher (46. Shaikhi), Leipner (30. Kameraj).

Für den SV Eintracht Bermsgrün gab es in den vergangenen beiden Jahren beim SV Blau-Weiß Deutschneudorf nichts zu holen (2:5/0:4). Diesmal gewannen die Schützlinge von Heiko Hörig 2:1 (2:0) und rückten so auf Platz 6 vor. Dabei war Torwart Sören Grenz erneut Garant für den Sieg. Gleich zwei Foulstrafstöße zu halten passiert nicht alle Tage.

Tobias Hörig gelang das frühe 1:0. Er spielte den Keeper aus, schob den Ball an den Pfosten, erkämpfte die Kugel wieder und schoss ein (10.). Nach 14 Minuten bekamen die Gastgeber ihren ersten Elfmeter: Grenz parierte, der Nachschuss ging an den Pfosten. Nachdem der in die Spitze geschickte Tobias Hörig noch am reaktionsschnellen Tormann scheiterte, war gegen den 16-m-Drehschuss von Markus Hudalla ins äußerste Eck kein Kraut gewachsen: 2:0 (30.).

Obwohl Grenz noch an den Ball kam, verkürzten die Platzherren auf 1:2 (53.). Dass ein Deutschneudorfer wegen Tätlichkeit Rot sah (62.), stachelte die Einheimischen nur noch mehr an. Sie warfen alles nach vorn und erhielten einen zweiten, diesmal aus SVE-Sicht fraglichen Strafstoß. Den platziert getretenen Ball kratzte Grenz aus dem Eck (68.), und er entschärfte auch noch die letzten Blau-Weiß-Chancen (85./89.).

Bermsgrün: Grenz; Schramm, Illhardt, Schlegel, Engl, Pohl, Strauß, Tom Hörig (60. Richter), Tobias Hörig (81. Veith), Hudalla, Süß (90. Schiecke).

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