Blau-Weiße halten die Fahne hoch

Das Hoffen auf einen attraktiven Gegner im Sachsenpokal dauert an. Allerdings nur noch für eine Fußball-Mannschaft aus den hiesigen Breiten.

Die Crottendorfer haben gestern für die Männer der Verkehrsbetriebe die Ampel auf Rot gestellt. Hier trifft Benjamin Walde zum 1:0.

Für Sie berichtet: Thomas Schmidt

Nur der SV Crottendorf hält noch die Fahne im Sachsenpokal hoch. Die Blau-Weißen bezwangen gestern die Leipziger Verkehrsbetriebe und stehen als einzige Mannschaft des Altkreises Annaberg in der dritten Runde. Zum Lohn könnte ein Fußball-Schwergewicht anreisen. Und auf den hoffen die Erzgebirger auch.

SV Crottendorf - SG Leipziger VB 2:0 (1:0). Ziemlich chancenlos sind die Messestädter gewesen. "Die Crottendorfer hätten 10:0 gewinnen müssen", hieß es an der Seitenlinie. Ganz so drastisch formulierte es Trainer Daniel Mannsfeld nicht, hochzufrieden war er dennoch: "Die erste Hälfte ging zäh, die zweite lief." Erst traf Benjamin Walde vom Punkt, nachdem Eric Häßler von den Beinen geholt worden war, dann legte Letzterer das 2:0 drauf. Spätestens von diesem Zeitpunkt an waren die Gastgeber Herr der Lage, die Leipziger erarbeiteten sich in Hälfte zwei keine einzige Torchance. Dass von den Hausherren noch einige Riesenbretter ausgelassen wurden, hat aber auch Mannsfeld notiert. Dennoch: "Wir stehen völlig verdient in der dritten Runde. Nun wünsche ich mir einen Gegner, der viele Zuschauer mitbringt. So in der Preisklasse von Chemie Leipzig. Es dürfen aber auch der Chemnitzer FC oder der FSV Zwickau sein", so Mannsfeld augenzwinkernd.

Torfolge: 1:0 Walde (34. FE), 2:0 E. Häßler (52.); SR: Sternkopf (Chemnitz); Z: 156

BSV Gelenau - SV Fortuna Trebendorf 4:7 (2:3). In Gelenau eröffnete und beschloss Dirk Viererbe den Reigen, genutzt hat es nichts. Die Zuschauer bekamen zwar elf Tore zu sehen, sieben davon erzielten aber die Oberlausitzer aus Trebendorf, einer kleinen Gemeinde in der Muskauer Heide. Die hatte in Jaroslaw Owsiany einen Sieggaranten. Der 30-jährige Pole erzielte für die Elf aus der Landesklasse Ost gestern vier Tore. "Aber der 1:1-Ausgleich fiel regelwidrig, zuvor war der Ball klar im Aus", so BSV-Vorstand Robby Schmidt. "Zwar haben wir ansonsten arg mitgeholfen, doch dies war der Beginn des Unheils. Bis dahin hätten wir deutlich höher als 1:0 führen müssen." Da dies nicht gelang und die Ostsachsen auch noch ein "Sonntagsrückziehersupertor" erzielten, sank die Moral. Daran änderten selbst die Anschlusstore der Gelenauer nichts. Dementsprechend bedient war deren Trainer. "So blöd das klingt, wir sind gegen einen schwachen Kontrahenten ausgeschieden. Aber wer quasi vier Eigentore schießt, verliert dennoch", sagte Thomas Kersten. "So ruiniert man sich die Aufbauarbeit selbst."

Torfolge: 1:0 Viererbe (17.), 1:1 Owsiany (25.), 1:2 Schönlebe (27.), 1:3 Owsiany (30.), 2:3 Barth (34.), 2:4 Owsiany (50.), 3:4 Hatit (56.), 3:5 Owsiany (62.), 3:6/3:7 Kuznietsov (83./85.), 4:7 Viererbe (90.); SR: Leonhardt (Pillnitz); Z:25

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