Böses Erwachen an der Drachenhöhle

Das Altkreis-Trio im Kampf um den Fußball-Sachsenpokal ist zu einem Duo geworden. Grund: Die Kreisstädter mussten die Kugel gleich fünfmal aus ihrem Netz holen.

Syrau/Gelenau.

Drei Zu-Null-Resultate hat es in den Spielen des Sachsenpokals gegeben, an denen Mannschaften aus dem Altkreis Annaberg beteiligt waren. Vor allem in einem Fall schmerzte das doch erheblich. Denn Annaberg ist raus, Gelenau und Crottendorf stehen in der zweiten Runde.

SC Syrau - VfB Annaberg 5:0 (3:0). Eine deftige Abreibung hat der VfB Annaberg erhalten. Beim Vogtlandpokalsieger zappelte das Leder fünf Mal im Netz der Kreisstädter. "Wir haben gegen eine guten Gegner schlecht gespielt", fasst Trainer Ingo Klöpping seine Eindrücke zusammen. Die mit einigen Spielern der aufgelösten VFC-Plauen-Reserve verstärkten Vogtländer fauchten nahe der Drachenhöhle gewaltig. "Sie waren galliger, giftiger. Wir haben fast keinen Zweikampf gewonnen und in den Kopfballduellen permanent unterlegen", betonte Klöpping. Hinzu kamen bei vier guten eigenen Chancen vier haarsträubende individuelle Fehler vor den Gegentreffern. Dazu zählte der Trainer noch nicht einmal das frühe Eigentor durch Leon Reichelt, dem im Zweikampf das Leder über den Scheitel rutschte. "Alles in allem war das Resultat okay. Wenn es etwas Gutes daran gibt, dann nur, dass unsere Jungs jetzt wissen, wo der Hammer hängt", sagte der VfB-Trainer.

Tore: 1:0 Reichelt (4., ET), 2:0 Rotthoff (16.), 3:0 Schneider (25.), 4:0 Rotthoff (48.), 5:0 Wolf (62.); SR: Schultheiß (Chemnitz); Z: 105

BSV Gelenau - Roßweiner SV 4:0 (2:0). Nach einem zuletzt holprigen Vorbereitungsergebnis hat der BSV gestern ein anderes Gesicht gezeigt. Beim 4:0 gegen Roßwein hielt die Mannschaft ihren Kasten sauber und setzte damit eine Vorgabe von Thomas Kersten um. "Aber bitte nicht überbewerten, denn schön anzuschauen war das in der ersten Hälfte trotzdem nicht", so der Trainer. "Stellenweise sah es zu Beginn aus, als ob keine Mannschaft den Ball haben will", fügte er hinzu. Da allerdings Lars Kolditz den ersten Fehler der Gäste bestrafte, kam der Motor ins Laufen. Nach dem zweiten Treffer, spätestens aber nach dem dritten durften sich die West- gegen die Nord-Landesklasse-Elf des Weiterkommens sicher sein. "Aber ich hatte die Roßweiner wirklich stärker erwartet, sie haben sich nicht mal aufgebäumt", sagte Kersten, der aber angetan vom letzten Treffer war. "Da haben Lars Kolditz und Maximilian Desczyk in hohem Tempo Doppelpass gespielt und den wahrscheinlich zwölften Konter endlich im Tor untergebracht."

Tore: 1:0/2:0 L. Kolditz (8./35.), 3:0/4:0 Desczyk (63./78.); SR: Haubner (Meerane); Z: 75

SV Crottendorf - Lipsia Eutritzsch 2:0 (0:0). Mit dem ältesten Fußballverein Sachsens, der vergangene Saison noch in der Sachsenliga spielte, haben die Crottendorfer gute Erfahrungen gemacht. Vor allem, weil das Resultat gegen die Leipziger nach Ansicht von SV-Trainer Daniel Mannsfeld viel zu niedrig ausfiel. "Mehr als verdient. Eutritzsch hat einmal aufs Tor geschossen, diesen Ball hätte aber jeder mit der Brust annehmen können", frotzelte Mannsfeld. Mit seinen Jungs haderte er nahezu gar nicht, die Chancenverwertung mal ausgenommen - da hätte Süß schon nach zwei Minuten treffen müssen. Andererseits ließen die Blau-Weißen nichts zu, waren aggressiv in den Zweikämpfen, standen defensiv überragend. "Nicht mal in der zweiten Hälfte haben die Eutritzscher was zustandegebracht", so der Trainer, der dennoch mehr als eine Stunde lang Nerven lassen musste. Friedrich Fritzsch erlöste aber alle Crottendorfer mit seinem unhaltbaren Knaller aus 25 Metern, bevor Baumann mit einem Konter den Erfolg besiegelte.

Tore: 1:0 F. Fritzsch (77.), 2:0 Baumann (90.); SR: Werrmann (Plauen); Z: 102

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