Budenzauber bietet 172 Tore

Sechs Turniere an zwei Tagen: Nachwuchskicker mehrerer Altersklassen sind am Wochenende durch die Keilberghalle in Schneeberg gewuselt. Stets am Ball waren auch die Gastgeber aus Lindenau.

Schneeberg.

Gut 15 Stunden Fußballflair. 34 Mannschaften aus 6 Altersklassen. 80 Spiele. 172 Tore. Das sind die Eckdaten des 2. Lindenauer Budenzaubers, der am Wochenende in der Schneeberger Keilberghalle über das Parkett gegangen ist. Ein Erfolg auf ganzer Linie für die Organisatoren vom SV Lindenau. Denn auch sportlich lief es für die Gastgeber rund.

"Alle sind begeistert. Das freut uns am meisten", so SVL-Präsident Ronny Heymann, der bei der Vorbereitung auf ein fünfköpfiges Kernteam setzen konnte. "Dazu kommen zahlreiche Helfer, die das Ganze zu einer gelungenen Sache machen." Etwa am Imbiss, am Grill, auf der Trainerbank, der Tribüne und bei der Betreuung der Gäste. "Das Turnier verlangt uns viel ab", bestätigte Thomas Wisser aus dem engeren Organisatorenkreis. "Wir sind auf jede helfende Hand angewiesen." Davon gab es nach der gelungenen Premiere 2019 erneut genug. "In unserem Verein wird Zusammenhalt groß geschrieben. Das macht uns aus", so Heymann. Und es sei auch ein Grund für die wachsende Nachwuchsabteilung. Aktuell hat der SVL 150 Mitglieder, darunter mehr als 70 Fußballtalente in fünf Teams zwischen A und F-Jugend mit Ausnahme der B-Junioren. Vor nicht allzu langer Zeit waren es gerade mal 15 Nachwuchskicker. "Wir haben viel in Schulen und Kitas geworben, nicht locker gelassen. Es war ein langer Weg", so Heymann. Umso stolzer sind die Lindenauer aufs Erreichte, zumal sie sich damit neben dem FC Concordia und Neustädtler SV würdig ins Feld der Schneeberger Fußballklubs einreihen - und expandieren. So ist für 230.000 Euro ein Ersatzneubau am Sportplatz geplant. Für Kreisklasse- und Altherrenteam sowie die fünf Nachwuchsmannschaften entstehen Kabinen und Sanitäranlagen. "Unsere bisherigen Räume reichen nicht mehr", so Heymann. Unterstützt werde das Vorhaben von Stadt und Stadtwerken mit 45.000 Euro. 65.000 Euro seien Eigenmittel des SVL. Der Rest fließe über die Sportförderung. "Wir wollen dem Nachwuchs damit bestmögliche Bedingungen bieten."

Dass sie es verdienen, bewiesen die Talente beim Budenzauber eindrucksvoll. Insbesondere die A-Junioren lieferten sich packende Duelle. Gegen Ende lagen Lindenau und Schneeberg mit je zehn Punkten gleich auf. Concordia legte mit einem 5:0 vor. Doch der SVL um die agilen Stürmer Justin Friedrich und Maximilian Unger erwischte einen Sahnetag und bezwang seine Namensvetter aus Leipzig dank eines Treffers von Unger in letzter Minute mit 5:0, was zugleich den Sieg bedeutete. Die Halle bebte. Aber auch alle anderen Turniere erfreuten sich einer großen Zuschauerresonanz. Besonderes Flair herrschte freilich bei Derbys der Lokalrivalen Lindenau, Schneeberg und Neustädtel. Doch auch die Gäste - darunter erstmals ein Team aus Schwaig in Bayern - legten Ehrgeiz und Spielfreude an den Tag. Gewinner stellten am Ende Oelsnitz (Bambini), Großschirma (E), Lindenau (A), Greifenstein Ehrenfriedersdorf (F) und zweimal Schneeberg (D/C). Jeweils Platz 3 sicherte sich der SVL bei den Jüngsten sowie bei den F- und C-Junioren.

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