Bundesliga-Ringer vom FC Erzgebirge Aue reisen als David zu Goliath

Eine nahezu unlösbare Aufgabe liegt vor den Bundesliga-Ringern des FC Erzgebirge Aue. Sie müssen am Sonnabend gegen den ungeschlagenen Tabellenführer auf die Matte und nehmen sich zumindest Teilerfolge vor.

Aue.

Nach der 10:16-Heimniederlage gegen den RSV Rotation Greiz gehen die Bundesliga-Ringer des FC Erzgebirge Aue am Sonnabend auf Reisen. Sie treffen ab 19.30 Uhr auf den SV Wacker Burghausen, bisher ungeschlagener Tabellenführer.

Laut Frank Witscher, dem Mannschaftsleiter der Veilchen, hängen die Trauben daher ziemlich hoch. "Aber vielleicht können wir hier und da ein paar Nadelstiche setzen und den Favoriten etwas ärgern", sagt er. Die Gastgeber sind deutscher Mannschaftsmeister der vergangenen beiden Jahre und erneut klarer Favorit auf den Sieg in der Staffel Südost, die als stärkste gilt. "Burghausen verfügt über einen sehr breit gefächerten Kader und ist von der ersten bis zur dritten Garnitur stark aufgestellt", so Witscher. Eindrucksvoll unter Beweis stellte Wacker seine Stärke beim 23:0 über die Red Devils Heilbronn, die 2018 immerhin Vizemeister waren.

Nach eingehender Analyse des Gegners sei an der Auer Außenseiterrolle nicht zu rütteln. Witscher: "Burghausen ist in allen Gewichtsklassen doppelt bis dreifach besetzt, auch mit deutschen Kader-Athleten." Darunter Routinier Matthias Maasch (75 kg/k), Michael Widmayer (71 kg/k) als amtierender deutscher Meister und Fünfter der Weltmeisterschaft sowie Fabian Schmitt (57 kg/k), der deutscher Meister und EM-Dritter ist. Eine harte Nuss dürfte auch Freistiler Erik Thiele (98 kg) sein, der sowohl 2018 als auch 2019 deutscher Meister wurde und voriges Jahr zudem Bronze bei der EM der Altersklasse u 23 holte. Mit Roland Schwarz (86 kg/k) stellt Burghausen einen weiteren Top-Athleten. Er darf sich Vize-Europameister und deutscher Meister nennen. "Hinzu kommen dann noch ausländische Spitzenringer, die sehr variabel sind und alles abdecken können", so Witscher.

In der Hinrunde haben die Auer in heimischer Halle gegen Wacker mit 7:23 sehr hoch verloren. Lediglich drei Veilchen konnten punkten. Christian John (130 kg/k), der wegen des Stilartwechsels in der Rückrunde nicht zum Einsatz kommt, holte zwei Mannschaftspunkte gegen Mihail Kajala. Vier Zähler konnte Said Gazimagomedov (57 kg/F) beisteuern, der seinem Gegner Sascha Michel technisch überlegen war. Und Mate Krasznai (71 kg/k) konnte einen Mannschaftspunkt gegen Witalis Lazovski beisteuern. Teilerfolge wie diese erhofft sich Witscher nun auch beim Auswärtskampf gegen Burghausen. "Wir wollen uns ordentlich präsentieren und die Duelle gegen überlegene Gegner zumindest für eine eigene Standortbestimmung nutzen."

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