Chancenlos gegen den Spitzenreiter

Die Ringer des RV Eichenkranz Lugau haben in der Regionalliga klar gegen Markneukirchen verloren. Einen Lichtblick gab es allerdings.

Lugau.

Das totale Fiasko ist ausgeblieben, immerhin. Mit 6:29 haben die Ringer des RV Eichenkranz Lugau in der Regionalliga gegen Germania Markneukirchen verloren. Keine Nullrunde, Gesicht gewahrt. "Und immerhin besser als Thalheim, denn wir haben auch auf der Matte gepunktet", sagte RVE-Trainer Jan Peprny, der damit auf die Niederlage des Rivalen vor Wochenfrist anspielte - für die Thalheimer hatte gegen den Meister und haushohen Staffelfavoriten lediglich Chris Schneider vier Zähler geholt, der allerdings keinen Gegner hatte.

Einen solchen hatte auf Lugauer Seite auch Anton Vieweg gegen die Vogtländer nicht, der am Samstagabend im Limit bis 86 Kilogramm folglich zwei Drittel aller Zähler für seine Mannschaft einheimste. Für das letzte Drittel war Krysztof Sadowik zuständig. Der Pole, den sein Landsmann Robert Dobrodziej vor der Saison nach Lugau gelotst und der schon vergangene Woche in Berlin überzeugt hatte, lief erneut zu großer Form auf. Er beherrschte den Markneukirchener Lukasz Dublinowski, der in der Gewichtsklasse bis 98 Kilogramm ligaweit ebenfalls eine "Hausnummer" darstellt, über die gesamten sechs Minuten hinweg. Zweimal drängte er ihn über den Mattenrand, dazu kam eine Zweierwertung. "Ein ganz starker Auftritt", lobte Peprny seinen Neuzugang, wunderte sich zugleich aber über die Passivität des Kontrahenten. "Das kennt man von ihm eigentlich ganz anders."

Andere Lugauer waren zumindest nicht allzu weit entfernt von Zählbarem. Moritz Frey beispielsweise, der den Markneukirchener René Roth aus Sicht seines Trainers auf jeden Fall hätte schlagen können. Stattdessen landete er nach gut einer Minute auf seinen Schultern. "Eigentlich hat er sich bei dem Versuch eines Abklemmers selbst auf die Schultern gelegt. Unfassbar", zürnte Peprny. Tim Hamann (66 kg) zeigte ebenfalls eine ordentliche Leistung und zog gegen Roman Walter nur mit 5:6 den Kürzeren. "Beide kennen sich aus der Sportschule in Leipzig fast aus dem Effeff. Mal gewinnt der eine, dann der andere", so Peprny. Diesmal verpatzte der Lugauer den Beginn und startete dann eine Aufholjagd, die aber zu spät kam. Die anderen Lugauer hatten erwartungsgemäß wenig zu bestellen. Patrick Thiel, der aus dem zehnjährigen Ringer-Ruhestand zurückgeholt wurde, hielt sich im Superschwergewicht gegen Junioren-WM-Bronzemedaillengewinner Franz Richter immerhin fast zwei Minuten auf der Matte. "Das war aller Ehren wert, er hat sich gut verkauft", so Peprny.

Die Ringer des RV Thalheim kamen parallel zuhause gegen Tabellenschlusslicht Luckenwalde zu einem soliden 18:9-Erfolg, bei dem sich die weiterhin punktlosen Gäste aus Brandenburg zumindest vor der Pause aber sehr ordentlich präsentierten. Ein ausführlicher Bericht zu diesem Duell folgt in der Dienstagsausgabe der Freien Presse.

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