Chaoten machen Namen Ehre

Genau 105 Spiele sind zur 29. Auflage des Thumer Mitternachtsturniers ausgetragen worden. Nahezu 20 Stunden ist der Ball gerollt.

Thum.

Für Toni Neuber ist der Stress erst mal vorbei. Vorerst, denn für die 30. Auflage des Thumer Mitternachtsturniers im Fußball hat er schon Ideen. "Die verrate ich aber nicht, zunächst muss ich die 29. abarbeiten", sagt der 22-Jährige, der als Organisationsleiter den Durchblick behalten muss. Ob ihm dabei seine Lehre als Optiker zugute kommt? Er quittiert die Frage mit einem Lächeln. Ernst gemeint war sie ohnehin nicht, schließlich geht es für den jungen Mann darum, die 20 Stunden Fußball bestmöglich über die Bühne zu bekommen.

So war es auch 2019. "Wir haben im Gegensatz zu früher die Reihenfolge der Turnierkategorien verschoben. Davon hatten wir uns erhofft, dass mehr Jugendliche bei den anderen zum Zugucken bleiben und sich vielleicht für später als Mannschaft finden", sagt Neuber. Geglückt ist dies nur in beschränktem Maße. "Nicht allen hat unsere Regieplanänderung in die Karten gespielt, selbst die langjährigen Verbündeten der Genius Street Soccer mussten deshalb absagen", gibt Neuber offen zu. Er hatte neben den Alten Herren und den Junioren auch wieder all die Freizeitklassen zu koordinieren. Und die "Chaoten" haben es ihm dabei nicht leicht gemacht. "Erst haben fünf Teams gemeldet, dann zwei abgesagt, dafür haben wir eine andere Truppe überzeugt, am Ende waren trotzdem zwei nicht da. Der Name war Programm", so Neuber, der das Turnier dennoch als gelungen einstuft.

Anteil hatten daran auch die Männer aus der Partnerstadt Zatec, die auf Einladung der Stadtverwaltung in Thum waren. "Eigentlich sind es Volleyballer, doch sie haben in der Gruppe der Frischlinge Platz 2 belegt", lobt Neuber die Gäste aus Tschechien. Schließlich sorgten auch sie für die Stimmung, für die das Turnier bekannt ist. Nicht nur wegen des Rahmenprogramms mit schicken jungen Mädchen, sondern auch wegen der moderaten Preise und der Tombolagewinne. "Diesmal gab es einen handsignierten Fußball und Vip-Karten vom und für den FC Erzgebirge Aue, Reisegutscheine und -koffer sowie Tickets für ein Konzert mit Florian Silbereisen", nennt der 22-Jährige Beispiele. Zudem sei es auf dem Parkett weitgehend sittsam zugegangen. "Nur wegen eines blutenden Cuts hinter dem Ohr haben wir medizinische Hilfe anfordern müssen. Als die da war, passierte noch ein unabsichtlicher Rempler in die Magengrube eines Spielers, ein anderer knickte zu der Zeit um. Für die Sanitäter alles in einem Aufwasch", berichtet der Organisationsleiter mit einem Augenzwinkern. Er war froh, dass es unter den 45 Mannschaften fair zuging und so die 29. Auflage ohne bedeutsame Blessuren zu Ende ging - und die Zuschauer 295 Tore sahen.

MGGA (Vereinsmeier); Gornau (F-Jugend); Greifenstein E'dorf (C-Jugend); Auerbach (Alte Herren)

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