Coach legt Schwerpunkt auf Kondition

Mit 50 Punkten haben die Landesliga-Fußballer des FC Lößnitz die vorige Saison auf Platz 3 beendet und sich damit um einen Rang verbessert. Beim Ziel für die neue Serie hält sich der Trainer noch bedeckt.

Lößnitz.

Zufrieden ist er, keine Frage. "Aber wir haben auch viele Zähler liegen gelassen, weil wir einfach zu oft unentschieden spielten", so René Klingbeil, Trainer von Fußball-Landesligist FC Lößnitz mit Blick auf Tabellenplatz 3 in der zurückliegenden Saison. Achtmal teilte der FCL die Punkte, siegte 14-mal und verlor sechs Duelle. "Im Vergleich zur Vorsaison ist es eine Verbesserung um einen Rang. Das ist für unseren Verein durchaus ein gutes Abschneiden", so der Coach, der an Stellschrauben drehen will - und zwar noch bevor die neue Saison am 18. August beim Aufsteiger Handwerk Rabenstein beginnt.

"Auch ich als Trainer hinterfrage meine Arbeit", so Klingbeil. Dabei sei ihm bewusst geworden, dass vor allem konditionell Luft nach oben ist. "Da müssen wir mehr machen. Die nächsten zwei Wochen stehen im Zeichen von Kondition und Ausdauer, damit uns die Puste nicht mehr so schnell ausgeht wie zuletzt", sagt der 38-Jährige. Das Fußballspielen beherrschen seine Jungs. "Wenn wir das mit ausreichend Kondition kombinieren, können wir sicher stärker auftreten." Dabei gilt es, einige Abgänge zu verkraften. So verlassen Robin Köpsel und Karsten Werneke die Lößnitzer. Sie laufen künftig für Kreisoberligist Reichenbrand auf. Philip Hauck beendet seine aktive Karriere, da er als hauptamtlicher Trainer die B-Junioren des FC Erzgebirge Aue übernimmt. "Dafür wünsche ich ihm alles Gute", so Klingbeil, der auch auf Lukas Schreiter (FC Stollberg) verzichten muss. "Das tut weh. Mit ihm verlieren wir eine echte Stimmungskanone." Phillip Wanzek zieht es laut dem Trainer ins heimatliche Magdeburg zurück, während es Tom Wessel dank eines Stipendiums nach Kanada verschlägt. "Wir müssen unsere Neuen rasch ins Team eingliedern." Da wären Keeper Alexander Schulz sowie Marcel Zobelt und Jean Paul Ketzer für die Defensive. Hinzu kommt Stürmer Philipp Wolf und Mittelfeldakteur Henrik Jochmann, der von Oberligist Eilenburg kommt. "Ein sehr guter Griff. Von ihm erwarte ich viel", so Klingbeil.

Vor allem eine Schwäche wolle er abstellen: das schwankende Leistungsvermögen seiner Elf. "Gegen Top-Teams und Kellerkinder tun wir uns jedes Mal total schwer." Das sei ein Knackpunkt. "Vor allem gegen starke Mannschaften sollten wir keine Probleme haben und gut mitspielen können. Das Niveau haben wir." Gegen schwächere Kontrahenten indes tat sich das Lößnitzer Team als Mix aus routinierten Leistungsträgern und ehrgeizigen jungen Spielern stets mit dem Tor-Öffner, sprich mit dem ersten Treffer schwer. "Das müssen wir besser machen. Dann lässt sich auch das eine oder andere Unentschieden sicher verhindern." Am besten kamen seine Jungs stets mit Mittelfeld-Teams zurecht. "Nur das allein sollte aber nicht unser Anspruch sein." Die Euphorie nach der Sommerpause sei bei allen groß. "Ich hoffe, dass das lange so bleibt", sagt Klingbeil, der sich beim Saisonziel aber noch nicht festlegen will. "Dazu muss ich erst noch die Vorbereitungsphase abwarten."

Der erste Probe aufs Exempel steht am 10. August, 15 Uhr bevor. Die Lößnitzer treten als Favoriten in der ersten Sachsenpokal-Runde gegen die SG Rotschau aus der Vogtlandliga an, die als Sieger des Vogtlandpokals ihr Debüt auf Landesebene erleben. Eine Woche darauf beginnt der Liga-Spielbetrieb.


Das Aufgebot

Tor: Patrick Hettwer (24), Alexander Schulz (32), Toni Müller (k.A.)

Abwehr: Sebastian Frenzel (31), Ronny Liebold (33), Marcel Mühle (39), Marcel Trehkopf (37), Tony Thiam (23), Henrik Joch-mann (27), Marcel Zobelt (23), Jean Paul Ketzer (k.A.), Martin Lauckner (38)

Mittelfeld: Marco Wölfel (33), Danny Troschke (32), Marcel Becher (22), Martin Sprunk (25), Samiou Tchagbele (18), Alaa Yahya (19), Kevin Schreiber (26)

Angriff: Max Prügner (21), Cedric Graf (19), Philipp Wolf (k.A.)

Zugänge: Alexander Schulz (SpVgg Forchheim), Marcel Zobelt (ZFC Meuselwitz), Henrik Jochmann (FC Eilenburg), Philipp Wolf (SG Friedrichsgrün), Jean Paul Ketzer (Lößnitz II)

Abgänge: Robin Köpsel, Karsten Werneke (beide SV Eiche Reichenbrand), Philip Hauck (aktive Karriere berufsbedingt beendet), Phillip Wanzek (unbekannt), Tom Wessel (studienbedingt nach Kanada), Lukas Schreiter (FC Stollberg)

Trainer: René Klingbeil (38)

Co-Trainer: Martin Lauckner (38)

Torwarttrainer: Jörg Frister (48)

Teammanager: René Zimmermann (45)

Zeugwart: Thomas Hänel (52)

Physiotherapeut: Ralf Langer (50)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...